Ab in die Wüste!!! (I)

Rennfahrerinnen gesucht – wie alles begann
Die Vorgeschichte zu unserem Abenteuer ist recht schnell erzählt. Eines Tages war im Intranet ein Aufruf mit den Worten „Rennfahrerinnen gesucht“. Ich las den Beitrag aufmerksam durch und konnte unter alles einen Haken machen. Unter alles? Nein, nicht ganz. Ich stolperte über den Punkt „Gute Französischkenntnisse“. Naja, ich hatte Französisch in der Schule gehabt, nur dass davon nicht wirklich viel übrig geblieben ist. Aber ein Versuch war es allemal wert.
Nach einigem Überlegen habe ich mich hingesetzt und mit meinem recht dürftigen Wortschatz ein Motivationsschreiben zusammen gebastelt. Das Ganze gab ich recht unsicher einer Kollegin zu lesen und sie meinte nur „Das verstehe ich“. Wunderbar, dachte ich mir und keine 5 Minuten später war meine Bewerbung abgeschickt.
Die Tage vergingen und ich war inzwischen überzeugt davon, wohl doch nicht zum engeren Kreis der Kandidaten zu gehören, als plötzlich eine Einladung für den Auswahltag in Münsingen in meiner Mailbox flatterte. Wäre sie nicht in unserem wöchentlichen Jourfix gekommen, wäre ich bestimmt aufgesprungen und laut jubelnd durch Zimmer gehopst. So blieb mir nur mich still zu freuen und meiner Kollegin stolz die Mail zu zeigen.

Fahrgemeinschaft gesucht oder „Was ziehst du morgen an?“
Sicher die Frage nach der richtigen Kleidung ist subjektiv betrachtet ein typisches Frauenproblem, aber objektiv gesehen durchaus verständlich, wenn man nicht die leiseste Ahnung hat, welche Aufgaben unter welchen Bedingungen auf einen zukommen. Fest stand nur, es wird im Freien stattfinden und „im Freien“ lag viel Schnee.
Guter Rat war teuer und so fragte ich meine Mitfahrgelegenheit Bettina Singhartinger bei der Terminabstimmung für unseren Trip zum Auswahltag nach Münsingen genau diese magische Frage „Was ziehst du morgen an?“. Als die Antwort darauf lautete: „Das Gleiche wollte ich dich auch schon fragen“, war das Eis gebrochen. Wir plapperten beide darauf los und waren uns schnell einig, dass wenn uns jemand zuhören würde, wir augenblicklich verständnisloses Kopfschütteln ernten würden. Uns war es egal – genauso wie die leicht sinnfreien, aber absolut lustigen Gespräche, die wir am nächsten Tag frühmorgens auf der Fahrt ins verschneite Münsingen führten. Wir hatten einfach nur Spaß, verstanden uns großartig (ein Lieblingswort von Bettina) und waren gespannt, was uns der Tag noch bringen würde.

Gazellen im Schnee-Rennfahrerinnen gesucht!

Die Entscheidung – wer mit wem?
Als ich im Interview (was auf Französisch geführt wurde und mir dadurch zugegebenermaßen ungeahnten Stress bereitete) gefragt wurde mit wem ich im Falle des Falles fahren wollte, fiel meine Wahl ganz spontan auf Bettina. Diese Entscheidung kam aus reinem Bauchgefühl und mit einer schlafwandlerischen, nicht erklärbaren Überzeugung, dass wir super zusammen passen und die Rallye mit einer Menge Spaß bewältigen würden.
Die Spannung bei allen stieg als die Entscheidung näher rückte. Ich selbst war ziemlich gelassen. Für mich war klar, dass ich nicht mehr im Rennen war. Die beiden Entscheiderinnen Jeannette und Ann-Marie suchten mit Sicherheit alles andere als jemand, der nur stammelnd auf Französisch antworten konnte.
SiegerFotoBettina wurde als Navigatorin für den Rallyetrip genannt und ich freute mich aufrichtig für sie. Keine Minute später nannte Jeannette meinen Namen und ich konnte es kaum wirklich glauben! Völlig begeistert sprang ich auf um Bettina vor Freude zu drücken und zerquetschte dabei beinahe eine Mitbewerberin, die zwischen uns saß.
Unsere Mitstreiterinnen umarmten und beglückwünschten uns wild durcheinander. So musste es den Kandidaten von DSDS gehen. Recall – Mottoshow – Finale. Alles jubelt und man selbst weiß gar nicht wie einem geschieht. Nur, dass es bei uns keine silbernen Schnipsel von der Decke regnete und wir anstatt eines Plattenvertrages einen Helm und ein Rallye T-Shirt bekamen.
Dann ging alles ganz schnell, denn in einer Woche ging es schon zum Training nach Marokko. Eben noch mal die Impfungen auffrischen, die Reisedaten checken, Wüstenschuhe und Mercedes-Benz Outfit besorgen und und und.

Hier geht’s zum 2. Teil


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