Eine Nachhilfestunde in Sachen Supersportwagen

Tracktest zur Eröffnung der Sonderausstellung „Supersportwagen“ im Mercedes-Benz Museum

 

Als ich von der der Presseveranstaltung zum Auftakt der Sonderaustellung „Supersportwagen“ im Mercedes-Benz Museum erfuhr, war mein erster Gedanke: Da wäre ich gerne dabei! Mein Wunsch erfüllte sich, als wir vom Museum dazu eingeladen wurden. Für mich als Praktikantin im Kommunikationsbereich war das eine freudige Überraschung- denn wann hat man denn schon so eine Möglichkeit?!

Der Bereich Mercedes-Benz Classic thematisiert im Rahmen einer Sonderaustellung im Mercedes-Benz Museum die legendären Supersportwagen von Mercedes-Benz. Der jüngste Vertreter dieser Spezies ist der SLS AMG.

Im Rahem dieser Preview sollte ein Tracktest mit prominenten Rennfahrern auf der Versuchsbahn in Untertürkheim stattfinden.

Ein Blick ins „Programm“  versprach sportliche und technische Höchstleistung:

• Mercedes-Benz SSK, 1929 – Fahrer : Roland Asch

• Mercedes-Benz 300 SLR Coupé, 1955 – Fahrer: Hans Herrmann

• Mercedes-Benz C 111 II-D,1976 – Fahrer: Nick Heidfeld

• Mercedes-Benz CLK GTR Roadster, 2002 – Fahrer: Dieter Glemser

• Mercedes-Benz SLS AMG, 2010 – Fahrer: Bernd Schneider

Am Dienstag den 20.04.2010 um 14h  war es dann soweit. Im Museum angekommen wurden wir freundlich empfangen und mit Infomaterial ausgestattet und zum Collectionsraum 5 geführt.

Beim Get Together mit den anderen geladenen Gästen, Rennfahrern, Veranstaltern und den Medien bekamen ich sogar noch eine exklusive  Produkteinführung in das neue Apple iPad und der  dazugehörigen Mercedes-Benz Classic App. Ein wirklich nettes Teil!

Am Eingang des Museum warten schon die Shuttlebusse, welche uns zum Hauptakt dieser Preview brachten: Die Fahrt der Supersportwagen auf der Versuchsbahn im Werk Untertürkheim.

Von nun an war Rennfeeling angesagt: Wir stiegen aus dem Bus aus und wir befanden uns auf der Testbahn, wo schon die Motoren der Autos röchelten und die Fahrerprominenz sich für den  Start vorbereitete. Begleitet wurde dieses Szenario noch von einer kleinen Nachhilfestunde in Mercedes- Benz Fahrzeughistorie, unterrichtet von Gerhard Heidbrink, bei der wir unter andrem erfuhren, dass der Mercedes Simplex, Bj. 1902 das erste moderne Automobil war. Chronologisch ging es mit dem Mercedes-Benz SSK, Bj 1929, dem„Weißen Elefanten“ weiter. Der Ausdruck weißer Elefant leitet sich aus der weißen Farbe und des enormen Gewicht des Fahrzeugs ab.

Präsentiert wurden beliebte Flügeltürer: das wunderschöne Mercedes-Benz 300 SLR Coupé, Bj. 1955, und das „rollende Versuchslabor“ mit Wankelmotor, der Mercedes-Benz C 111, Bj. 1976, welcher nie produziert wurde. Diese Art des Unterrichts wurde uns ganz und gar nicht langweilig. Wir wurden u.a. auch vom Mercedes-Benz CLK GTR Roadster, Bj. 2002 bei Laune gehalten. Dieses Fahrzeug ist eine echte Rarität, da er insgesamt nur 25-mal produziert wurde und extra für die Veranstaltung aus einem Privatbestand ausgeliehen wurde. Den Abschluss dieser informativen Lehreinheit bildete der SLS AMG.

Nun war es endlich soweit, unsere Fahrer befanden sich in den Supersportwagen und fuhren erst mal alleine los. Fotografen, Kameramänner und wir platzierten und an den Rand der Rennstrecke um die Sounds der Autos aufzunehmen und den vorbeirasenden  Flitzer hinterher zuschauen. Wie gesagt, pures Rennfeeling. Nach einigen Runden kehrten alle Fahrer samt Autos in die „Box“ zurück.

Die Supersportwagen standen nun zum Test bereit. Ich testete gleich mal den Sitzkomfort des neuen SLS AMG aus. Währendessen drängte sich uns die Frage auf, ob man denn auch mal bei einem Rennfahrer mitfahren dürfe. Die Frage wurde mit „ja“ beantwortet (Jipii!) und 10 Minuten später saß ich bei Bernd Schneider im SLS AMG! WOW! Unverhofft kommt oft! Ich war total aus dem Häuschen und hatte vor lauter Freude gar keine Zeit mehr zu hinterfragen, was da so auf mich zukommen würde. Ich schnappte noch auf, dass es ein riesiger Spaß werden würde, da Bernd Schneider das Auto sehr gut kenne – na dann.

Mit einer Flip-Mino Handkamera bewaffnet, setzte ich mich ins Auto. Das Anschnallen hätte ich vor Aufregung fast vergessen. Und los ging’s.

Bernd Schneider, gab gleich mächtig Gas und strahlte eine unheimliche Ruhe dabei aus – faszinierend! Meine Filmversuche scheiterten allerdings kläglich, da es hier richtig zur Sache ging. Ein High Speed- Erlebnis der Extraklasse. Ich wollte Bernd Schneider noch fragen, wie schnell wir denn jetzt fuhren, aber da ging es dann schon mit 200 Sachen in eine Kurve und ich konnte nur noch WAHNSINN, COOL, SUPER aus mir herausbringen. Oops, Vollbremsung – und weiter in die zweite Runde – super, der Spaß geht weiter!! Zwischendurch kam auch noch die versteckte Schwäbin in mir hoch:“ Schön, die Achterbahnfahrt auf dem Wasen habe ich mir schon gespart dieses Jahr!“

Ich war so überwältigt, dass ich es richtig schade fand, als Bernd Schneider diesen Tiefflug mit den Worten „zurück in die Box“ beendete. Wirklich schade – ich hätte noch den ganzen Tag in dieser coolen Karre mit diesem überaus routinierten Rennfahrer verbringen können. Als ich ausstieg wurde ich von allen Seiten gefragt, wie es mir gefallen hat und wie es mir ergangen sei. Ich erwiderte mit einem breiten Grinsen, welches mir an diesem Tag nicht mehr entschwinden wollte: „ GIGANTISCH!“.

Den restlichen Teil der Veranstaltung verbrachte ich mit meinem Grinsen und meiner Kollegin auf der Rennstrecke und konnte meinen Wissensdurst über diese Supersportwagen noch stillen.

Als wir am Ende der Veranstaltung unsere Viano-Shuttle nichtsahnend bestiegen, kam noch mal ein Highlight: Kurz vor der Steilkurve der Teststrecke beschleunigte unser Fahrer den Viano und auch den Adrenalinspiegel der Insassinnen.

Was ein krönender Abschluss!


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