KAMAZ Rallye-Truck auf Roadshow

Bereits bei der Ankuft an Tor 1 des Untertürkheimer Werks zog der blaue ca. 3,50m hohe Rallye-Truck die Blicke auf sich. Der in Deutschland kaum bekannte russische Lkw-Hersteller KAMAZ stellte für eine Roadshow einen Lkw inklusive zweier Teammitglieder seines Rennstalls zur Verfügung. Auf dem direkten Rückweg von der Rallye Dakar in Chile und Argentinien, mit Atlantiküberquerung und kurzem Zwischenstopp im französischen KAMAZ Stützpunkt, traf das Siegerfahrzeug von 2009 und der diesjährige Zweitplazierte, kürzlich in Untertürkheim und in Wörth ein.

Der beeindruckende Lkw des neunmaligen Siegers der Rallye Dakar, KAMAZ Master, sorgte schnell für Aufsehen.

Als extremer Blickfang lockte er mehr und mehr Mitarbeiter an. Vorbeifahrende Autos fuhren langsamer und blieben stehen. Mitarbeiter auf dem Weg zur Kantine nahmen sich Zeit für eine ausführliche Inspektion. Insbesondere die Achsen, das Cockpit, die Ladefläche und die darauf befindlichen Teile, die Radaufhängungen sowie der komplette Unterboden, wurden begutachtet. Einige Mitarbeiter nutzten die Gelegenheit und nahmen kurzerhand auf dem Fahrersitz Platz.

Die Teammitglieder des Profirennstalls, der Navigator Andrey Mokeev und der Mechaniker Anatoly Tanin, nahmen sich viel Zeit für alle Fragen zum KAMAZ-Lkw und den Erlebnissen während der gefahrenen Rallyes. Auf vielfachen Wunsch startete Andrey Mokeev den 800 PS starken, weiterentwickelten Motor der russischen Marke Yaroslavl mehrmals. Die damit verbundene Geräuschkulisse beeindruckte schließlich auch den letzten Besucher der Roadshow.

Das 2007 fertiggestellte Fahrzeug kann bereits 5 Rallye-Teilnahmen aufweisen, unter anderem Dakar und Seidenstraße. Nach jeder Tour wird das Fahrzeug komplett zerlegt und für die nächste Rallye weiterentwickelt.

Der Strategiebereich versorgte die Mitarbeiter in Untertürkheim und Wörth mit Informationen zur strategischen Partnerschaft zwischen Daimler Trucks und KAMAZ. Der russische Lkw-Produzent ist bereits seit 2008 strategischer Partner von Daimler Trucks. 2009 bauten beide Unternehmen ihre Aktivitäten weiter aus und gründeten zwei Joint Ventures: „Fuso KAMAZ Trucks Rus“ und „Mercedes-Benz Trucks Vostok“. Anfang 2010 erhöhte Daimler Trucks seinen Anteil an KAMAZ auf 15 Prozent gemeinsam mit der „European Bank for Reconstruction & Development“.

Mit einem Highlight verabschiedete sich Andrey Mookev aus dem Werk Wörth: Er beschleunigte den KAMAZ Truck mit Vollgas und betätigte dabei Sirene und Hupe. Direkt nach der Veranstaltung setzte das Rallye-Team die Fahrt in die Zentrale des Rennstalls in das über 900km östlich von Moskau gelegene Nabereschnyje Tschelny fort. Mit einem Halt in Berlin und der dortigen Zusammenkunft mit den zwei anderen KAMAZ Master Fahrzeugen, führte die Reise über Lübeck, mit der Fähre nach Finnland, zurück nach Russland.

KAMAZ legt als einziger Teilnehmer der Rallye Dakar die komplette An- und Abreise direkt mit den teilnehmenden Trucks zurück. Russland – Chile – Argentinien – Russland!


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