Strategieentwicklung im Land der 1001 Kontraste

Als wir 2007 die Stationen meines Trainee Programms „CAReer“ festlegten, war ganz klar Dubai das große Highlight unter den einzelnen Stationen. In der Presse war viel von dieser Metropole des Gigantismus zu hören und dieser Eindruck bestätigte sich gleich bei meiner ersten Stadtrundfahrt. Wolkenkratzer wo immer man hinschaute und man hatte viel Zeit zum schauen, denn an schlechten Tagen stand man gerne 1-2 Stunden im Stau.

Aber eben wegen den Staus war ich dort, bzw. wegen der Mercedes-Benz LKW welche auf den Baustellen benutzt wurden.

Mit einem Marktanteil von ca. 35% bei schweren LKW in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Mercedes-Benz der absolute Marktführer. Aber auch in der Region haben wir Marktanteile von teilweise über 50%.

Das Ziel meines Aufenthalts war deshalb gemeinsam mit dem Team aus Regional Sales Managern, dem After Sales, den Generalvertretern in den Ländern und auch den Kollegen von Financial Services eine Strategie zu entwickeln, wie die Marktanteile in den Länder gehalten oder auch verbessert werden könnten. Da das Thema durchaus komplex ist, besorgte ich mir erstmal allgemeine Literatur als auch andere Herangehensweisen zu dem Thema aus dem Konzern.

Dann führte ich Gespräche mit Kollegen, Verkäufern, Händlern, Generalvertretern und Kunden. Es bedurfte einiger weiterer Diskussionen, um die Aussagen zu verwerten und einordnen zu können. So konnten wir nach einiger Zeit Ziele definieren und erste Maßnahmen benennen. Leider genügte meine Zeit vor Ort nicht, alle Bereiche und Themenfelder zu bearbeiten. Dennoch war die Zeit sehr intensiv und spannend, denn neben der Arbeit gab es natürlich eine Region um Dubai, die es zu entdecken galt; Dubai selber ist unglaublich; Auf der einen Seite die Luxushotels, -restaurants, -anlagen und so weiter. Auf der anderen Seite die Wohnbaracken der indischen und pakistanischen Gastarbeiter – der totale Kontrast zu dem Luxus der Reichen und Schönen.

Mercedes-Benz Truck in DubaiDennoch bot die Stadt viel zu sehen, unter anderem das höchste Gebäude der Welt (das damals noch nicht fertig war), die größte Mall mit einem eigenen Haifischbecken und natürlich Partylocations am Strand, in Hochhäusern aber auch in der Wüste. Auch die benachbarten Länder wie zum Beispiel der Oman waren eine Reise wert. Das ursprünglich arabische Flair mit der unheimlich freundlichen Art der Omanis, die immer und in jeder Situation freundlich waren, lies mich den Oman als wunderschönes Reiseziel in Erinnerung behalten. Gerade die Hauptstadt Muscat mit seinen einfachen Gassen ist ein echtes Abenteuer aus 1001 Nacht. Genauso spannend war zu erfahren, dass es eine Enklave des Oman im Norden von Dubai gibt- meiner Ansicht nach einer der schönsten Flecken Erde.

Kulturell war die Zeit in Dubai auch eine große Erfahrung, denn aufgrund der hohen Anzahl von Expatriates aus aller Herren Länder entstand eine interessante Mischkultur. So traf ich in Dubai auf der einen Seite britische Expatriates mit ihrer besonderen Arbeits-, Feier- und Sportkultur; daneben  die deutschen Gastarbeiter mit unseren kulturellen Besonderheiten, aber auch die arabische Kultur die weit weniger dominant ist als man annimmt und natürlich die indische Kultur die meiner Meinung nach durch die massive Überzahl an indischen Gastarbeitern die dominanteste ist. Dieser Mix aus den oben genannten und vielen anderen Kulturen  machte sowohl das Arbeiten als auch das Weggehen sehr viel Spaß, weil man oftmals gar nicht wusste was das Ende der Unterhaltung bringen würde.

Aufgrund der vielen Impressionen und Erlebnisse, sowohl beruflich als auch in der Freizeit wird mir der Einsatz in Dubai immer als schöne und herausfordernde Zeit in Erinnerung bleiben.


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