Praxissemester und die SLS Challenge gegen Bernd Schneider

Die Motivation mich bei der Daimler AG zu bewerben resultierte aus den Empfehlungen der höheren Semester an meiner Hochschule in Furtwangen. Durch die zahlreichen Erzählungen der Kommilitonen formte sich ein Bild, das mir sehr gut gefiel. Zufällig gab es auch eine passende Stelle auf der Daimler Career Seite. Eine Zusage zum Bewerbungsgespräch kam prompt und so fand ich mich im Werk in Untertürkheim – wo Achsen gebaut, sowie Motorenblöcke für die verschiedenen Baureihen gegossen werden – wieder. „Hier bin Ich gut aufgehoben!“, war mein erster Gedanke. Umso erfreuter war Ich über die Zusage.

Mein Praxiseinsatz begann am 1. September 2009 in der Abteilung Web Communications, die für das Corporate Blog und die Social Media Strategie zuständig ist. In den ersten Wochen meines Praktikums wurde ich von meinem Betreuer und „Blog-Vater“ Uwe Knaus sowie dem Doktoranden Nils König an die verschiedenen Aufgabenbereiche herangeführt. Die von mir durchgeführten Aufgaben waren sehr unterschiedlich und umfassten dabei sowohl gestalterische, technische als auch organisatorische Gebiete. Eine Aufgabe im Tagesgeschäft war beispielsweise das Erstellen von Statistiken. Wie viele Unique Visitors hat das Daimler-Blog? Wie viele Zugriffe gab es auf einen bestimmten Artikel? Diese und andere Fragen wurden häufig von Journalisten, Mitarbeiten und unseren Lesern gestellt. Unser Statistiktool e-tracker lieferte uns die Daten die ich dann analysierte und mit Excel grafisch aufgearbeitet habe.

Zum Aufgabenbereich gehörte auch das Twittern. Dazu gehört der Daimler Kanal, bei dem dialogorientiert und anlassbezogen von Veranstaltungen getwittert wird. Auf dem Daimler News Kanal sind alle Meldungen von und über Daimler übersichtlich an einer Stelle im Netz. Besonders interessant war es, wie Mitarbeiter Einblicke in die Daimler Welt geben. Zahlreiche interessante Geschichten, wie die von Ali Ayhans Karriereaufstieg oder die „Geschichten aus dem Daimler Wohnheim“ von Nils König gefielen mir besonders gut. Zudem hat mir dieser Beitrag anfangs geholfen, mich über die Wohnraumsituation in Stuttgart zu informieren.

Eine der zahlreichen Aufgaben war es, sich Gedanken zu machen, welche Beiträge für die Leser interessant wären. Schickte uns ein Daimler-Mitarbeiter einen Beitrag, musste dieser bearbeitet und wordpresskonform aufbereitet werden. Das heißt: Texte wurden verlinkt, Slideshare Präsentationen erstellt und eingebettet, Bilder mit Photoshop bearbeitet und Videos mit Adobe Premiere geschnitten. Nicht immer gab es Foto- und Videomaterial von den Autoren, so war ich oft auf diversen Veranstaltungen unterwegs um visuelle Eindrücke festzuhalten und diese dann passend zum Text aufzubereiten. Erwähnenswert wäre hier beispielsweise die Präsentation des Formel 1 Teams mit Michael Schumacher und Nico Rosberg. Selbst ein Protyp der brennstoffzellenbetriebenen F-Cell B-Klasse wurde mir für eine Probefahrt, zusammen mit Nils König, anvertraut. Leise, Drehmomentstark und beeindruckend hat sich dieses Fahrzeug angefühlt. Nicht weniger faszinierend war die Fahrt mit dem neuen noch nicht auf dem Markt erhältlichen E-Klasse Cabrio. Trotz Winterkälte und offenem Verdeck war es dank Sitzheizung und Nackenbelüftung kuschelig warm.

DAS Highlight war ein exklusives Meet & Greet mit dem fünfmaligen DTM Tourenwagen Meister Bernd Schneider. Nach einem Smalltalk galt es den Routinier auf der „grünen Hölle“, dem Nürburgring virtuell auf einem SLS AMG Rennsimulator im Mercedes-Benz Museum zu schlagen. Trotz tatkräftiger Unterstützung des Blog-Teams waren die Knie weich und meine Hände zittrig. Dennoch war ich fest entschlossen den Altmeister zu schlagen.

Während mir der ein oder andere kleine Fehler unterlief, war mein Kontrahent erfahrener und abgeklärter. Letztendlich war es keine Schande gegen den Rekordmeister – der eine 7`49.884 fuhr – zu verlieren. Zu meiner Verteidigung muss jedoch gesagt werden, dass ich mit diesem Gran Turismo Rennsimulator ein paar Wochen zuvor eine 7`34.637 hinlegte und so in die Wall of Fame der fünf  besten Fahrer kam. In solch einer Grenzsituation unter enormen Druck hat es für eine Spitzenzeit nicht gereicht. Trotz Niederlage ein unvergesslicher Moment. Der Simulator steht übrigens noch bis zum 28. März im Mercedes-Benz Museum.

Mein Einstand in der Webkommunikation bei Daimler konnte besser nicht sein. Die mir übertragenen Aufgaben waren sehr interessant, da sie auch Aspekte außerhalb des im Studium vermittelten Wissens beleuchteten. Fachlich hat mich das weitergebracht und mir die Augen im Social Media Bereich geöffnet. Nie hätte Ich mir erdacht, dass dieses Thema soviel Potenzial birgt. Ein herzlicher Dank geht auch an die tollen Arbeitskollegen. Sie standen mir stets mit Rat und Tat zur Seite und waren dabei immer freundlich und zuvorkommend, einfach kollegial!


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