Forschungsfahrzeug F800 – Von transparenten Händen und selbstständigem Lenken

Der Himmel wölbt sich an diesem Mittwoch trüb über der streng abgeschirmten Halle auf dem Werksgelände in Böblingen. Draußen taut der Schnee, drinnen strahlen die Scheinwerfer auf Hightech vom Feinsten: genauer gesagt, auf das neueste Forschungsfahrzeug, den F800 Style. Zusammen mit sechs weiteren Kollegen bin ich der Einladung der Forschungskommunikation gefolgt, ihn als eines der Glanzstücke des diesjährigen Genfer Automobilsalons vorab in Augenschein zu nehmen. Meine Kollegen und ich bereiten die interne Kommunikation rund um die Messe Anfang März vor. Da hilft es natürlich enorm, sich vorab einen persönlichen Eindruck davon zu verschaffen, was vor Ort zu sehen sein wird.

Zunächst ein freundlicher Namenscheck am Eingang, dann öffnen sich die Türen ins Allerheiligste. Eine Kollegin der Forschungskommunikation führt uns durch die Veranstaltung. Während sie einen kurzen Überblick über die Geschichte der Forschungsfahrzeuge von Daimler gibt, funkelt uns der brandneue F800 Style als 1:1 Modell bereits verlockend entgegen. Weiter geht es mit dem Thema Antriebe. Die Details spare ich mir an dieser Stelle; hier nur so viel: Die „Multiantriebsplattform“ des F800 Style eignet sich für zwei alternative Konfigurationen: für einen Elektroantrieb mit Brennstoffzelle oder für den Einsatz eines Plug-in-Hybriden. Mehr „Grün“ geht kaum, denke ich mir. Mehr Komfort übrigens auch nicht. Schwenkschiebetüren für den komfortablen Einstieg hinten, bequeme Leichtbausitze, edles Holz und viel Licht im Inneren sowie unter dem Blechkleid unter anderem ein Staufolgefahrassistent, der bis zu einer Geschwindigkeit von rund 40 Kilometern pro Stunde dem vorausfahrenden Fahrzeug auch in Kurven folgen kann.

 

Als passioniertem Benutzer eines Smartphones aus Cupertino lockt mich natürlich besonders das innovative Bedienkonzept „Cam-Touch-Pad HMI“. Ein Entwicklungsingenieur demonstriert, wie die Systemerweiterung des COMAND funktioniert: Die Hand schwebt über der Bedienkonsole, ihre Bewegungen werden über eine Kamera abgefilmt transparent in ein Display geblendet. Per Touchpad können alle wichtigen Funktionen so völlig intuitiv gesteuert werden. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach und sorgt für ein völlig neues Bediengefühl.

 

Schließlich stehen wir uns endlich gegenüber: der F800 Style und ich. Erster Eindruck: den will ich. Der markante Grill, der lange Radstand, die kurzen Überhänge und die coupéhafte Dachlinie passen voll in mein automobiles „Beuteschema“.

Nach insgesamt einer Stunde rollen wir dann wieder rein benzinbefeuert zurück nach Untertürkheim, mit zwei Wünschen im Gepäck: Erstens den Kollegen per Blogbeitrag für die tolle Informationsgelegenheit zu danken. Und zweitens, irgendwann einmal mit dem im F800 Style selbst durch die Lande zu schnurren.

Hier noch ein paar Eindrücke vom F800 und der Touch-Pad-Bedienung:


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