Ein Jahr – 5 Standorte

Mein Name ist Aljoscha Kubicek und ich bin seit Oktober 2007 Daimler DH-Student der Fachrichtung International Business. Ich möchte im Daimler-Blog auf ein für mich persönlich ereignisreiches Jahr 2009 zurückblicken. Obwohl ich in Möhringen angebunden bin und an der VWA in Stuttgart meinen Theorieteil absolviere, habe ich im letzten Jahr dennoch nur Anfang Januar und den ganzen Dezember in Stuttgart verbracht.

Als einer von sieben DH-Studenten habe ich zwischen Ende Januar und Mitte Mai an der Corvinus Universität in Budapest ein Auslandssemester absolviert. Meine Vorgängerin Eva-Marie Scholz hat ihre Erfahrungen in Budapest an anderer Stelle hier schon einmal im Daimler-Blog geschildert. Die Zeit in Ungarn hat mir außerordentlich gut gefallen. Dadurch, dass viele Erasmus-Studenten aus aller Herren Länder dort ein Semester verbringen, hat man von vorneherein viel Kontakt zu anderen Gaststudenten und ein sehr internationales Umfeld. Die ungarischen Studenten vom Erasmus Student Network kümmern sich mit mindestens einer Veranstaltung pro Woche außerdem rührend um die Neuankömmlinge. Für mich als DH-Studenten war es außerdem interessant als Vergleich ein Semester an einer „typischen Uni“ zu studieren. Ein Semester im Ausland ist sicherlich generell eine tolle Erfahrung, aber speziell Budapest kann ich uneingeschränkt empfehlen. Für mich war das Semester dort einer der bisherigen Höhepunkte meines Studiums.

Nach Budapest absolvierte ich einen zweiwöchigen Kurzeinsatz am Duisburger Standort der Niederlassung Rhein-Ruhr. Dort habe ich mich mit den Themen Fuhrpark und Probefahrt beschäftigt. Sehr interessant war der Einblick in das tägliche Geschäft einer Niederlassung, insbesondere die Tätigkeit des Autoverkäufers. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, unsere Produkte und unsere Kunden einmal aus dieser Perspektive kennenlernen zu können.

Nach der kurzen Zeit in Duisburg hieß es dann wieder gen Süden zu fahren um vom Stuttgarter Flughafen mit meiner Kollegin Richtung Singapur zu fliegen. Wir hatten uns beide in verschiedenen Abteilungen in Singapur beworben und konnten daher parallel unseren Auslandspraxiseinsatz dort verbringen. Von Anfang Juni bis Ende August würde sie im Controlling und ich im Regional Treasury Centre arbeiten. Ohne eine Wohnung kamen wir beide in Singapur an, leider einen Tag zu spät, weil wir wegen Problemen mit unseren Flügen eine Nacht in Zürich einlegen mussten. Am Flughafen in Singapur angekommen, wandten wir uns an den allseits bekannten Wohnungsvermittler in Singapur, wie es auch Kilian Köhnlein in seinem Eintrag beschreibt.

Die Zeit in Singapur hat wirklich Spaß gemacht. Während der Arbeit habe ich nicht nur fachlich eine Menge gelernt, man bekommt außerdem auch noch eine Einsicht in die Arbeitskultur und Gepflogenheiten vor Ort. Die Aufgeschlossenheit und Humor der Mitarbeiter hat es mir ermöglicht, mir durch Fragen über Fragen ein Bild vom Arbeits- und Privatleben der Singapurer zu machen. Im Gedächtnis bleibt sicherlich die Hingabe mit der sie Singapurer in ihrer Freizeit Essen und Shoppen gehen. Auf der anderen Seite war es interessant zu erfahren, was die Einheimischen von den Westlern in Singapur halten.

Singapur ist durch seine ethnischen Gruppen und viele dort arbeitende Expatriates sehr international, was zu einer sehr interessanten Mischung führt. Man lernt dort Menschen von überall aus der Welt kennen, außerdem ist Singapur für Reisen in Südostasien ideal gelegen. Man befindet sich direkt in Asien, kann leicht andere Länder besuchen und genießt nach der Rückkehr wieder den sehr hohen Lebensstandard vor Ort.

Danach ging es für mich im vierten Praxiseinsatz zur Vor- und Kostenplanung Rohbau und Lack in das Werk Düsseldorf. Für mich war es auch eine persönliche Herzensangelegenheit, das Werk dort einmal näher kennenzulernen. Da ich gebürtiger Düsseldorfer bin, kannte ich das Werk schon von einer Führung aus meiner Grundschulzeit. Nachdem ich im Rahmen meines Studiums schon einen Zentralbereich, Cars- und Trucks-Sparte kennengelernt hatte, wollte ich auch mal bei den Vans reinschnuppern. Dazu kam die Chance als International Business Student auch etwas über den Tellerrand blicken zu können und Einblicke in eine Produktion und technische Fragestellungen zu gewinnen. Durch die tolle Einbindung vor Ort konnte ich dann auch viel Neues lernen, aber auch bei einem Fertigungsmaterial- und Werkzeugkostenprojekt meine betriebswirtschaftlichen Kenntnisse mit einbringen.

Das letzte Jahr war für mich sehr spannend und auch mit einigen Umzügen und einer Menge Organisationsarbeit verbunden. Dass man innerhalb eines Jahres an so vielen unterschiedlichen Orten arbeiten und auch studieren kann ist natürlich ein großer Vorteil des Dualen Studiums. An manchen Orten würde man natürlich gerne länger bleiben, weil es immer Sachen gibt, die man in der kurzen Zeit nicht unternehmen oder erleben kann. Von den Erfahrungen und den Erinnerungen werde ich aber mit Sicherheit noch lange zehren und kann daher mit hoher Motivation das letzte Jahr meines Studiums absolvieren…


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