DH-Studium bei Daimler – die neue Generation ist da

Am 01.10.2009 morgens um 8 Uhr begann für 47 junge Menschen der Schritt in ein neues Leben. Wir gehören zu ersten Generation die als „DH-Studenten“ beim großen Stern beginnen darf, nachdem aus der Berufsakademie die Duale Hochschule wurde.

Ich, Tobias Bantle, habe mich für das Maschinenbaustudium mit Vertiefung Antrieb und Fahrwerk im Werk Untertürkheim entschieden und bin dafür von einem kleinen Dorf nahe der ältesten Stadt Baden-Württembergs (Wer jetzt direkt an Rottweil gedacht hat, darf sich ausdrücklich selbst loben) ins schöne Stuttgart gezogen. Zusammen mit den anderen 22 Maschinenbauern von hier und den Kollegen aus Sindelfingen, Ludwigsfelde und Rastatt sind wir eine richtig große Gruppe, die zusammen mit den Untertürkheimer Informatikern im Ausbildungszentrum Brühl ihre erste Praxisphase absolviert.

Fehlen da nicht ein paar technische Fachgebiete? Richtig erkannt. Dem neuen Zentralisierungsmodell folgend, werden die einzelnen Studiengänge aller Werke zusammengefasst und an einem Ort ausgebildet, um eine einheitliche Ausbildung zu gewährleisten. So sind z.B. alle Mechatroniker für das erste Praxisjahr in Sindelfingen.

Im Brühler Auditorium wurde unsere Truppe am ersten Morgen pünktlich von Herrn Kandziora und Herrn Kotschner, unseren Ausbildungsingenieuren begrüßt. Auch Teamleiter Herr Goldbeck sowie Abteilungsleiter Herr Storr hießen uns Willkommen und stimmten uns mit Reden und einem lebendigen Dialog auf die kommenden drei Jahre ein. Danach folgte die obligatorische Vorstellungsrunde, denn nur die wenigsten von uns kannten sich schon näher. Auf diese Weise vergingen die Stunden und ehe man sich versah, war schon der erste Arbeitstag vorbei…

…seitdem sind etwas mehr als drei Monate vergangen. Unsere erste Praxisphase liegt nun hinter uns.
In dieser Zeit durchliefen wir in kleinen Gruppen á 10-15 Leuten verschiedene Bereiche der Ausbildungswerkstatt. Auf dem Programm stand zum Beispiel Steuerungstechnik, Schweißen, CNC-Fräsen, KFZ, Drehen, Feilen, Elektronik oder Roboterprogrammierung, denn als moderner Ingenieur sollte man schließlich über den Tellerrand seines eigenen Fachgebietes hinausschauen und weitreichendere Kompetenzen besitzen.

Neben dem praktischen Fachwissen kamen natürlich auch die ebenso wichtigen zwischenmenschlichen Aspekte nicht zu kurz. Als Highlight möchte ich hier das Teamseminar nennen, in dem wir in verschiedensten Gruppen Aufgaben bearbeitet und Präsentationen ausgearbeitet haben. So wurden beispielweise Brücken aus Papier gebaut oder Produkte wie ein Vogelkotabwehrsystem und ein Parkplatz-GPS vorgestellt – man kann sich denken, dass hierbei auch der Spaß nicht zu kurz kam. Ebenso stand eine gemeinschaftliche Wanderung durch die Stuttgarter Weinberge mit anschließendem Grillen an einem sonnigen Wintertag auf dem Programm. Das hat uns alle nochmals als große Mannschaft zusammengeschweißt!

Was bleibt nun nach drei Monaten hängen? Zum Einen ganz klar der immense Zugewinn an handwerklichem Geschick und fachlichen Grundlagen,  zum Anderen aber auch die Erkenntnis, wie viel „Mensch“ doch hinter einem Weltkonzern wie Daimler steckt! An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen Kollegen, Auszubildenden, Meistern und Führungskräften für die Hilfe und Unterstützung bedanken!

Nun hat gerade das erste Theoriesemester begonnen. Die nächsten drei Monate an der Dualen Hochschule werden wohl sehr arbeitsintensiv, aber wir freuen uns schon, die dort erworbenen Kenntnisse in der nächsten Praxisphase endlich umsetzen zu können!


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