Meine ersten Tage als Auszubildender zum Industriekaufmann

Schon Wochen vor dem Beginn meiner Berufsausbildung bei der Daimler AG machte ich mir bereits viele Gedanken, was denn alles auf mich zukommen würde. Wird es mir überhaupt Spaß machen? Hab ich den richtigen Beruf gewählt? Ist es eine große Umstellung von der Schulzeit ins Berufsleben?

Das waren wohl die üblichen Gedanken, mit denen man sich automatisch befasst. Doch ich war mir relativ sicher, dass ich mich bestimmt schnell einleben werde und der Spaß an der Arbeit damit von ganz alleine kommen würde.

Dann war er also gekommen, mein erster Arbeitstag, auf den ich nun schon so lange gewartet hatte. Es begann mit den Einführungswochen.

Auf dem Weg dorthin im Auto schwirrten mir dann urplötzlich die verschiedensten Gedanken durch den Kopf. Wie werden die anderen Azubis wohl so sein? Hoffentlich finde ich auch den Raum, in dem wir uns treffen!?

Fragen, über die man im Nachhinein nur schmunzeln kann. Doch mit Sicherheit das Normalste auf der Welt. Denn wer ist schon vollkommen gelassen, wenn er gerade einen Schritt in einen neuen Lebensabschnitt vor sich hat?

Der erste Tag verlief relativ gelassen. Wir haben mit einer obligatorischen Vorstellrunde begonnen, bevor es dann jede Menge Informationen rund ums Unternehmen gab. Für den Anfang ist das wohl für den ein oder anderen in der Runde sichtlich an die Substanz gegangen, denn acht Stunden Informations-Input können eine sehr lange Zeit sein. Zeitweise wurde man regelrecht mit Infos erschlagen, beispielsweise über den Ausbildungsablauf und den verschiedensten Präsentationen über Hierarchien und Datenschutz im Unternehmen. Da begann der Kopf wirklich schnell zu rauchen, obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wirklich viel machen musste. Was passiert dann erst, wenn ich diese acht Stunden im Arbeitsbereich verbringe? Das war mein größter Gedanke während der ersten Tage.

Die nächsten Tage begannen dann ähnlich. Erneut Informationen wie am Fließband, doch zwischendurch auch diverse Rollenspiele mit vielen Schauspieleinlagen, was wiederum einen großen Spaßfaktor mit sich brachte. Als ich dann meine offizielle Mitarbeiterkarte in den Händen hielt, gab mir das ein richtig stolzes Gefühl und ich verspürte einen noch größeren Tatendrang, endlich mit der Arbeit anzufangen und etwas zu leisten.

Mittlerweile hatte ich mich auch nach anfänglichen Schwierigkeiten an den 8-Stunden-Alltag gut angepasst. Auch mit den Azubi-Kollegen hatte ich schnell guten Kontakt gefunden, wodurch ich wiederum mehr Gelassenheit gewonnen hatte. Denn man hatte nun Leute als Ansprechpartner, was in den ersten Tagen noch nicht der Fall war, da man vor einer völlig unbekannten Umgebung stand. Es folgten schnell die ersten DV-Schulungen und ein Seminar für Präsentationstechniken; also war ich für meinen ersten Fachbereich gerüstet…

Dann der große Moment. Mein erster richtiger Arbeitstag in einem Fachbereich im Personalwesen, genauer gesagt im Personalreporting bzw. in der Personalplanung. Auch hier wieder die anfängliche Nervosität, ich wusste ja schließlich nicht, was einen hier erwarten wird. Die Kollegen, das Arbeitsklima usw. Ich musste mich schließlich erneut an eine neue Umgebung anpassen. Doch die Nervosität legte sich recht schnell. Mir wurde zu Beginn gleich klar, dass die Mitarbeiter auch nur Menschen sind und sie für eine nette und harmonische Stimmung sorgten. Ich wurde schnell in die Arbeitsprozesse integriert, für Fragen war ständig eine Ansprechperson zur Stelle und ich hatte schnell den Eindruck, dass es mir hier sicherlich gefallen wird und meine kleinen Ängste sich nicht bewahrheitet hatten.

Mittlerweile bin ich seit nunmehr fast zwei Monaten in meinem Fachbereich. Zu meinen Aufgaben in den ersten Tagen zählten hier vor allem das Erstellen von Belegschaftsgrafiken/-übersichten, das Analysieren von Belegschaftsvergleichen, das Aktualisieren von Zahlen in verschiedenen Analyse-Tools oder das Erstellen eines Abkürzungsverzeichnisses von den Werken und Standorten des Daimler Konzerns. Tätigkeiten, die gerade für mich als frisch gebackener Auszubildender sehr interessant und lehrreich waren bzw. sind.

Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und ich bin umso glücklicher mit dem Gefühl, den wohl richtigen Beruf für mich gewählt zu haben.


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