Plus/Minus: Finanztraining für junge Menschen

Wie teuer ist eine Wohnung? Wie viel Geld braucht man monatlich um seine laufenden Kosten zu decken? Wie teuer sind meine materiellen Wünsche eigentlich genau? Und wie komme ich an Geld?

Solche und ähnliche Fragen rund um das Thema Geld waren der Schwerpunkt in dem Seminar Plus/Minus, welches Daimler Financial Services in Zusammenarbeit mit der StreetUniverCity in Berlin-Kreuzberg veranstaltete. Das Seminar zählt als Pflichtseminar zur Erlangung des „StreetMasters“, der den Jugendlichen die erworbenen sozialen und kreativen Kompetenzen belegt. Das Seminar ging über 1 ½ Tage und wurde von dem Jugendtrainer Thomas Georgi geleitet. 2 – 3 Mitarbeiter von Daimler Financial Services hatten jeweils die Aufgabe als Co-Moderatoren zu unterstützen. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, hatten wir ein eintägiges Seminar zu den Inhalten und dem Umgang mit Jugendlichen. In diesem Seminar haben wir „am eigenen Leib“ erfahren, welche Erkenntnisspiele, Gruppenarbeiten und Inhalte auf die Teilnehmer zu kommen werden.

Dann war es soweit! Am Freitag, 25. 09.2009, um 16 Uhr fiel der Startschuss für das Seminar. Nach der anfänglichen Distanz waren die Jugendlichen im Alter von 16-20 Jahren alle sehr engagiert, wissbegierig und ließen sich schnell auf die Arbeit mit dem Jugendtrainer und uns ein.

Die Teilnehmer spielten unterschiedliche Spiele, um festzustellen wie sie in Sachen Geld „ticken“. Teilen sie es, geben sie es sofort aus oder sind sie ein stückweit egoistisch (was beim Thema Geld nicht zwangsläufig verkehrt ist) und behalten es für sich? Spielerisch entdeckten die Teilnehmer so, wie sie mit Geld umgehen und wie ihr Verhältnis zu Geld in Wirklichkeit ist. Eine Teilnehmerin entdeckte zum Beispiel, dass sie das Gefühl hat, kein guter Mensch zu sein, wenn sie ihr gesamtes Geld für sich behält.

Bei einem anderen Seminarteil, sollten die Jugendlichen ihre Wünsche aufschreiben, auch wenn diese noch so weit entfernt seien und danach den realen Geldwert notieren. Bei diesem Experiment stellte ein Teilnehmer fest, dass das Wichtigste seine Familie ist und diese unbezahlbar sei. Der Trainer schickte die Jugendlichen auf eine imaginäre Reise an einen Ort, wo ihr Traumhaus steht. Diese Reise soll den Teilnehmern verdeutlichen, dass alles was sie sich vorstellen können, auch erreichen können. Wobei alle Jugendlichen sich dabei so wohl fühlten, dass sie kaum noch ins hier und jetzt zurückkehren wollten.

Aber nicht nur solche Spiele und Reisen waren Bestandteil des Seminars, auch Diskussionen und Beispiele aus dem realen Leben zählten dazu. In den Diskussionen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit all ihre Fragen loszuwerden und Informationen zu verschiedenen Themen rund ums Geld zu erhalten.

Rückblickend kann ich sagen, ich würde mich wieder als Co-Moderatorin für ein solches Projekt einsetzen. Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen hat sehr viel Spaß gemacht und auch mir gezeigt, dass man mit dem Tabuthema Geld ein wenig offensiver umgehen sollte, damit die jüngeren Generationen gut auf den Umgang mit Geld vorbereitet werden. Denn leider lernt man nichts über dieses heikle Thema in der Schule.


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