GASTBEITRAG: Was das „neue“ Blog ausmacht

Zum zweijährigen Geburtstag des Daimler-Blogs hat es sich angeboten, diesen feierlichen Tag mit einem Geschenk zu begehen: Die alte Erscheinungsform des Blogs sollte überarbeitet und optimiert werden. Mein Glück war es, dass genau in diesen Zeitraum meine Abschlussarbeit fallen sollte.

Ich selbst habe an der Hochschule der Medien in Stuttgart im Masterstudiengang elektronische Medien studiert und bin seit etwa 2 Jahren Werkstudentin bei der T-Systems Multimedia Solutions in Stuttgart.

Aus dem Team, das sich seit gut zwei Jahren um das Daimler-Blog kümmert, wird auch meine Abschlussarbeit betreut. Als mir vorgeschlagen wurde, den Relaunch des Blogs zum Thema dieser Abschlussarbeit zu machen, habe ich mich sehr gefreut und spontan zugesagt. Ein echtes Projekt mit Praxisbezug, welches dann auch umgesetzt wird, war mir viel lieber als eine reine Hochschularbeit, bei der ich die meiste Zeit hinter Büchern an der Universität verbringe.

Ziele & Prinzipien

skizze_gastbeitragMein Anspruch an das Redesign war es, das Blog moderner, luftiger und großzügiger wirken zu lassen. Zudem sollten die Kommunikationsleistungen des Daimler-Blogs durch das neue Interface besser dargestellt und gebündelt werden.

Ein weiteres Ziel war die Vernetzung auf der Seite zu erhöhen, sowohl zwischen den Autoren und Lesern als auch bezüglich der Inhalte. Die Inhalte sollten ansprechender und plakativer integriert und auch deren Zugänglichkeit erhöht werden.

Die Kommentarrate der letzten beiden Jahre war bereits sehr gut, dennoch wollte ich Anreize schaffen, dass sich noch mehr Leser aktiv einbringen.

Leichtigkeit und Fokussierung der Inhalte

In der Gestaltung war es mir wichtig, durch ausreichend Weißraum, große Typografie und das zwei- statt dreispaltige Raster den Beiträgen mehr Raum zu geben. Durch Gewichtung und Priorisierung der Inhalte wird ein klarer Fokus gesetzt, z.B. indem der neueste Artikel auf der Startseite größer angeteasert wird als die folgenden. Durch Tabs in der Sidebar werden Inhalte thematisch gebündelt und bei Interesse können weitere Inhalte durch Klick auf das Plus-Icon eingeblendet werden. Damit befinden sich alle Inhalte im Zugriff, aber ohne das Erscheinungsbild zu überfrachten.

Themenfelder aufzeigen und Beiträge bündeln

Innerhalb der letzten beiden Jahre wurden mehr als 260 Beiträge veröffentlicht, die aber im alten Blog relativ unscheinbar blieben, sie verstaubten sozusagen im Archiv – welches zudem eher schlecht genutzt wurde. Dadurch, dass wir jetzt auf der Startseite bereits verwandte Beiträge einbinden, werden diese Artikel erneut nach vorne geholt und so den interessierten Lesern im Kontext eines Themas zugänglich gemacht.

Kategorien ermöglichen den inhaltlichen Zugang zu Beiträgen, was viel mehr dem natürlichen Surfverhalten eines Nutzers entspricht als eine chronologische Informationsstrukturierung. Daher hob ich die Randstellung der Kategorien in der Sidebar auf und setzte sie als Ergänzung zu den chronologisch sortierten Artikeln auf der Startseite in den visuell aufbereiteten Themenzugang. Damit können schnell und einfach die unterschiedlichen Kategorien durchgeblättert werden und gerade Erstbesucher können sich einen Überblick über die Themenvielfalt des Blogs verschaffen, da neben dem Kategorienamen auch die letzten beiden Beiträge abgebildet werden. Gerade viel geklickte Kategorien wie Einstieg & Karriere“ werden nun entsprechend gewürdigt. Die Kategorien wurden auch in die Hauptnavigation aufgenommen, was besonders den Lesern zu gute kommt, die mit Blogs noch nicht so vertraut sind und Inhalte klassisch über die Hauptnavigation ansteuern.

Hinsichtlich der Kategorien hat sich auch einiges getan: Berufseinsteiger und Praktikums-Interessierte werden über die Kategorie „Einstieg & Karriere“ (vormals „Beruf & Karriere“) direkter angesprochen. Für die bestehenden Beiträge rund um Kommunikation, den Blog, Twitter und Co gibt es nun die eigene Kategorie „Kommunikation & Web 2.0“. Beiträge rund um Historie, wegweisende Erfindungen der Vergangenheit und Tradition finden künftig in der Kategorie Tradition & Geschichte“ ihren Platz und unterstreichen so die Langzeitorientierung und Wurzeln des Unternehmens.

Dialog & Interaktion

Das Blog lebt nicht von den Beiträgen allein, sondern vor allem von den Gesprächen zwischen den Autoren und Lesern. Daher war es mir wichtig, die Präsenz der Kommentare bereits auf der Startseite zu erhöhen und damit zu zeigen, wie wichtig der Input der Leser ist.

Auf den Detail-Seiten wurde die Kommentarfunktion überarbeitet: Neu ist die Möglichkeit, direkt auf einen Kommentar zu antworten, sodass dieser eingerückt dargestellt wird, wodurch Gesprächszusammenhänge leichter ersichtlich sind. Die Leser können ihrem Kommentar nun auch ein Bild beistellen und damit den Dialog persönlicher gestalten, schließlich reden hier Menschen miteinander. Das Bild wird dann angezeigt, wenn die angegebene E-Mailadresse mit der eines Twitter- oder Gravatar-Accounts übereinstimmt, was übrigens hier auch näher erklärt wird.

Leser, die keinen Kommentar schreiben wollen, können dennoch ihre Meinung hinterlassen: Artikel sollen bewertet werden und damit anderen Lesern einen qualitativen Zugang zu Beiträgen ermöglichen. Neben einem inhaltlichen Feedback für die Autoren und zur thematischen Ausrichtung des Blogs hat die neue Funktion für die Leser den Vorteil, schnell zu sehen, welche Artikel besonders lesenswert sind. Wenn Ihnen ein Artikel also besonders gut gefällt, teilen Sie dies auch anderen mit und geben dem Beitrag 5 Sterne.

Der Zugang zu den Beiträgen erreicht dadurch eine soziale Dimension, welche in der Sidebar unter „Andere Besucher…“ mit den Varianten „lesen“, „diskutieren“ und „bewerten“ abgebildet wird.

Anfänger & Profis, Erstbesucher & Stammleser

Die Recherche im Vorfeld hat gezeigt, dass es neben „Web 2.0 –Profis“ im Blog auch eine gewisse Zahl an Lesern gibt, die mit den Begriffen RSS, Twitter, Social Bookmarking oder Gravatar nichts anfangen können. Um diese Leser zu unterstützen gibt es nun an entsprechenden Stellen im Blog das kleine „Was ist das ?“-Icon. In einem extra Layer werden die einzelnen Dienste und ihr Nutzen erklärt, sodass auch nicht so sehr web-affine Nutzer verstehen können, was sich dahinter verbirgt.

Ihr Feedback ist gefragt!

Ich bin gespannt, wie das „neue Blog“ bei Ihnen, den Lesern, ankommt und werde die Entwicklung auch weiterhin mit großem Interesse beobachten. Endlich mal ein Abschluss-Projekt, welches nicht in der Schublade eines Professors verstaubt!


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