Daimler Assessment Center – Ein Tag voller Herausforderungen

Alles fing mit einem unspektakulären Mausklick auf den „Absenden“-Button meiner Online-Bewerbung an. Aus dem anfänglichen Hoffnungskörnchen entwickelte sich im nachfolgenden Bewerbungsprozess nach und nach eine handfeste Chance – die Einladung zur Teilnahme am Assessment Center (AC) – nachdem ich eine Vorauswahl, ein Online-AC sowie ein Telefoninterview erfolgreich absolviert hatte.

Was sich hier so logisch in der Sukzession der Geschehnisse anhört und so selbstverständlich klingen mag, war durchaus mit der einen oder anderen Adrenalinausschüttung meinerseits verbunden. Und dann war er da, der Tag X… Ort des Geschehens war das Bildungszentrum in Esslingen-Brühl.

Dort wurde ich beim Eintreten auch zugleich von einer CAReer Mitarbeiterin freundlich begrüßt, in einen Raum bugsiert und meinem weiteren Schicksal erst einmal überlassen. Eine weitere Bewerberin saß bereits im Raum, wir kamen schnell ins Gespräch. Thema des Gesprächs – wie könnte es auch anders sein – war „Daimler & Ich“.

Peu à peu trafen nun die weiteren Teilnehmer des AC ein, insgesamt zwölf an der Zahl, sowie der Moderator des AC, ein Mitarbeiter von CAReer – The Talent Program. Da, wie es sich für Bewerber schließlich gehört, alle zu früh dran waren, blieb etwas Zeit, auch einige der anderen Bewerber kurz kennen zu lernen.

Um acht Uhr startete das AC mit einer sportlich-kurzen und persönlichen Vorstellung der Teilnehmer in kleiner Runde. Dass dabei eine leichte Anspannung im Timbre der Stimme einiger Bewerber zu bemerken war, liegt sicherlich in der Natur einer solchen Veranstaltung. Ich selbst möchte mich davon sicherlich nicht ausnehmen. Daraufhin schlitterten wir durch eine kurzweilige Firmenpräsentation, in der das Programm sowie die Daimler AG in einem passenden Ausmaß vorgestellt wurden. Auch hatte man die Gelegenheit, erste Fragen zu stellen. Während der gesamten Veranstaltung herrschte eine sehr gute und freundliche Stimmung – blutige Konkurrenzkämpfe zwischen den Bewerbern habe ich jedenfalls nicht bemerkt. Nahtlos schloss sich nun eine Vorstellung in großer Runde an. Und nun traten Sie ein, die acht Beobachter bzw. unternehmensinternen Vertreter der Daimler AG. Für jede zu vergebene Trainee-Stelle waren jeweils drei Bewerber und zwei Beobachter anwesend.

So weit, so gut…klar strukturiert ging es nun für alle Bewerber weiter. Ein individueller und zeitlich getakteter Ablaufplan entschied, wann und wo welche Aufgaben auf uns warteten. Die Aufgaben entsprachen dem, was einen das Studium einschlägiger Literatur bereits vermuten ließ. So standen zum Beispiel eine Präsentationsübung sowie eine Gruppendiskussion, die im Sinne einer Projektgruppe aufgebaut war, auf der Agenda. Die an die Bewerber gestellten Aufgaben verdienen durchaus das Prädikat anspruchsvoll, waren aber fair und lösbar. Dabei galt es vor allem, die stets vorgegebenen Zeiten zu beachten sowie sich schnell auf die jeweilige Testsituation einzulassen. Eines ist auf jeden Fall wichtig: Bleib Dir treu und zeige, wer Du bist. Die Beobachter besitzen keine übernatürlichen Fähigkeiten, was Du nicht zeigst, bleibt ungesehen. Vielleicht werden mir nun andere Stimmen widersprechen, aber ich empfand die Aufgaben – soweit es solch ein Rahmen überhaupt zulässt – einigermaßen gut an die Realität der Daimler AG angelehnt.

Und dann…so schnell das AC begonnen hatte, so war es auch schon vorüber…der Tag verstrich im Nu und ließ leider nicht allzu viel Zeit für das Kennenlernen der anderen Teilnehmer zu. Mit gemischten Gefühlen machte ich mich nun auf den Heimweg, denn die Frage, ob man überzeugen konnte, geisterte nun in meinem Kopf herum. Und nun hieß es erneut warten – ich denke, eines lernt man in einer Bewerbungsphase gewiss, nämlich sich in Geduld zu üben. Am darauffolgenden Tag wurde ich, wie auch alle anderen Bewerber, vom Moderator des AC angerufen und über das endgültige Ergebnis aufgeklärt. Ein Feedback über meine gezeigten Leistungen erhielt ich auch. Und tatsächlich – welch Freude – erhielt ich eine Zusage, das AC war bestanden und ich würde in naher Zukunft ein Trainee sein.

Ich möchte abschließend unterstreichen: Vergesst die Horrorszenarien und besinnt Euch auf das, was Ihr auf dem Kasten habt. Natürlich ist ein AC keine Spaßveranstaltung – so viel Ernst sollte schon sein – jedoch kann man als Bewerber mit einem durchaus fairen Verfahren rechnen. Allen begegnen die Filterkriterien mit gleicher Härte oder Sanftmut. ;o)

Mittlerweile sind die ersten Wochen seit meinem Start als Trainee vergangen und ich habe mich schon gut eingelebt. Ich freue mich auf meine weitere, spannende Zeit als Trainee und darüber, dass es mir – in Absprache mit meinen Chefs meiner Zielabteilung und meinem Career Key-Account – möglich ist, mein CAReer-Programm mitzugestalten und zu pushen.


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