STAR CARE Truck-Tour 2009 – Teil II

Den ersten Teil gibt’s hier:

Tag 3: Mittwoch 10. Juni – 8 Uhr – Tagesziel: Mercedes-Benz Werk Vitoria-Gasteiz

7 Uhr, der Wecker klingelte. Nachdem die Überreste des vergangen Abend verstaut waren, folgte die Verabschiedung von unserem netten Gastgebern. Gegen 8 Uhr verließen wir das Örtchen St. Méard de Gurçon zurück auf der Route National in Richtung Französisch/Spanische Grenze. In Hendaye ging es  für eine eintägige Stippvisite in Spanien. Da wir zeitlich gut unterwegs waren, verließen wir kurz hinter der Grenze die Autobahn und fuhren entlang der spanischen Atlantikküste weiter in Richtung Vitoria-Gasteiz, unserem heutigen Tagesziel.

Alles klappte reibungslos, die Ankunft war für 16 Uhr geplant. Um 16:15 Uhr erreichten wir das Mercedes-Benz Werk in Vitoria. Nun stand noch das Parken der LKW auf dem Werksgelände an, was aufgrund der guten Vorplanung mit den Verantwortlichen vor Ort schnell von statten ging.

Gegen 16:30 Uhr verließen wir das Werk in Richtung Hotel mitten in der Stadt, der einzigen festen Unterkunft auf der ganzen Tour, um dort den Abend zu verbringen. Nachdem sich alle frisch gemacht hatten – nach zwei Tagen auf dem Truck war die Dusche eine reine Wohltat – traf sich die „wilden 13“ auf dem Marktplatz zu einer Espressorunde mit Planung des weiteren Abendablaufs. Es war nicht ganz einfach eine gemeinsame Richtung zu finden, denn 13 Personen haben dann doch nicht immer die gleichen Wünsche. Letztendlich entschieden wir uns, den Abend in einem irischen Pub ausklingen zu lassen. Der Abend endete gegen 23.00 Uhr, in weiser Vorahnung, dass der nächste Tag sehr anstrengend werden würde.

Tag 4: Donnerstag 11. Juni – 7 Uhr – Tagesziel: Mercedes-Benz Niederlassung Nîmes

5:30 Uhr – der Wecker klingelt. Für 6:30 Uhr war vereinbart, dass die angelieferten Weine geladen werden sollten. Das hieß: frisch machen, frühstücken und ab mit der ganzen Truppe zum Werk. Während der morgendlichen Prozedur rief ich um 5:50 Uhr unsere Kontaktpartnerin von Mercedes-Benz Spanien an. Da das Laden der Weine für 6:30 Uhr eingeplant war, gingen wir natürlich davon aus, dass der Anruf bereits erwartet wurde. Pustekuchen – eine verschlafene Stimme meldete sich am anderen Ende der Leitung. Ich hatte die gute Dame aus dem Bett geholt. Nach kurzem hin und her erklärte ich, dass wir um 6:30 Uhr pünktlich am Werk sein werden.

Leider war von spanischer Seite noch niemand vor Ort. Dies änderte sich gegen 7 Uhr – mit spanischer Mentalität kam unserer Ansprechpartnerin zielstrebig auf uns zu und dann ging auf einmal alles ganz schnell. Die Weine wurden zügig geladen und wir machten uns an die Ladungssicherung. Dabei mussten wir feststellen, dass auch in Spanien Sicherheit groß geschrieben wird. Wir wurden auf das Tragen der Sicherheitswesten hingewiesen, die wir natürlich unverzüglich anlegten. Trotz der anfänglichen Verzögerung verließen wir Vitoria 30 Minuten früher als geplant, gegen 9:30 Uhr, in Richtung französischer Grenze.

Ladungsicherung Ladungssicherung II

Uns stand nun die Königsetappe bevor: 730 Kilometer sollten heute bewältigt werden. Geplant war, dass wir in  bei einem Mercedes-Benz Händler unser Nachtlager aufschlagen. Das klappte dann leider doch nicht. 10 Kilometer weiter fanden unsere Begleitfahrzeuge einen fast neuen Rastplatz, auf dem wir dann den vierten Abend verbrachten. Standesgemäß wurde gegrillt und als Highlight der geladene Wein verprobt.

Rastplatz bei Nîmes

Tag 5: Freitag 12. Juni – 7 Uhr – Tagesziel: Mercedes-Benz Niederlassung Mulhouse

Die letzte große Etappe stand an: 650 Kilometer bis nach Mulhouse an der deutsch/französischen Grenze. Um 8 Uhr ging es los, geplante Ankunft gegen 19 Uhr. Die Strecke war uns aus dem letzten Jahr bestens bekannt und wir konnten die Fahrt bei angenehmem Wetter genießen. Etwa auf halber Strecke, bei Lyon, entschieden wir uns eine etwas längere Pause zu machen um uns bei einem “normalen“ Essen in einem Restaurant für die letzten 300 Kilometer zu stärken.

Auf Empfehlung unseres Sommeliers und Gastrom sollte etwas Besonderes auf den Tisch: Kalbskopf. Nur soviel dazu: Geschmäcker sind verschieden. Frei nach dem Motto „einmal und nie wieder“ genossen wir die Pause und machten uns im Anschluss auf den Weg, um Mulhouse pünktlich zu erreichen.

Bei Besançon, etwa 130 Kilometer vor dem Ziel, stieß dann noch ein weiteres STAR CARE Mitglied zur Tour dazu. Volker Stauch, Leiter des Mercedes-Benz Werkes Untertürkheim und einer der Gründungsmitglieder des Vereins begleitete dann die Truppe auf der restliche Strecke an diesem Tag und am Folgetag bis nach Esslingen-Mettingen. In Mulhouse angekommen fand traditionell am letzten Abend einer jeden Tour der Abschlussabend auf einem Rastplatz im Elsass statt. Ein letztes Mal wurden die Bierbänke und der Grill ausgepackt, man rückte noch mal zusammen und sinnierte über die vielen Eindrücke der vergangenen Tage.

Tag 6: Samstag 13. Juni – 7 Uhr – Tagesziel: Esslingen-Mettingen – Tourende

Gegen 7 Uhr morgens klingelte der Wecker. Ein letztes Mal am LKW frisch machen, dann noch die letzten 280 Kilometer bis zum Ziel. Gegen 8 Uhr morgen verließen Frankreich und fuhren über die A5 und A8 zurück in Richtung Stuttgart. Pünktlich, wie geplant, erreichten wir unseren Ausgangspunkt in Esslingen-Mettingen gegen 13 Uhr.

3200 Kilometer für den guten Zweck lagen nun hinter uns – eine gelungene Teamarbeit und viele tolle Eindrücke fanden ihr Ende. Nach der Verabschiedung freute ich mich auf das verbleibende Wochenende und dem damit verbundenen Aufholen meines Schlafdefizits. Standen doch noch die Folgethemen auf der Tagesordnung, wie zum Beispiel die geplanten Verkaufsaktionen, die schon zwei Tage später beginnen sollten.

Ich für meinen Teil freue mich trotz der Anstrengungen, die eine solche Tour mit sich bringt, auf die nächste(n) Tour(en) wo auch immer es dann hingeht, immer mit dem Wissen: Kinder sind unsere Zukunft und das Kostbarste was die Gesellschaft zu bieten hat. Dies gilt es zu fördern und zu unterstützen.

Klaus Neuer, Leiter Transportlogistik, Werk Untertürkheim


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