Meine Erfolgsgeschichte: Reaktionen und ungeahnte Auswirkungen

Es ist jetzt schon eine Weile her seit ich, „Meine Erfolgsgeschichte beim Daimler“ erzählt habe. Nun möchte ich über die Auswirkungen, die dieser Beitrag ausgelöst hat berichten.

Angefangen von den unzähligen positiven Kommentaren der Leser auf meinen Beitrag. Das freute mich sehr und zugleich bestätigte es, dass meine Geschichte wieder Erwarten auf ein großes Interesse gestoßen ist. Einige Kollegen haben mich auch schon mal am Aufzug oder in der Kantine darauf angesprochen, ob ich nicht „der vom Daimler-Blog“ sei?
Was mich auch sehr freute war, dass viele Leser durch meinen Beitrag motiviert worden sind, um eine angefangene Weiterbildung zu Ende zu bringen. Diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit dem Weiterbildungsgedanken gespielt hatten, wurden möglicherweise angeregt, eine solche anzustreben. Nun wie gesagt es kamen wirklich viele und das überraschende für mich, nur positive Rückmeldungen, sei es über die Kommentarfunktion im Blog oder auch direkt an mich per E-Mail.

Hier einige Beispiele:

  • „Hallo Herr Ali Ayhan! Respekt vor Ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte! Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg in dem was Sie tun. Ihre Geschichte hat mich motiviert, mein Ziel weiterhin mit viel Eifer zu verfolgen.“
  • Bernd Schmitz schrieb im Kommentarfeld: „Respekt für diesen ehrlichen und authentischen Beitrag. Und viel Erfolg für Ihre Zukunft.“
  • und er twitterte: Wenn es einen Grammy für den besten Blogbeitrag/Schreiber gäbe. Ich würde Ali Ayhan nominieren! #daimler #daimlerblog http://bit.ly/eAg4
  • Salih Yilmaz: „Diese drei Geschichten haben mich wirklich sehr beeindruckt. Sie zeigen uns das man mit Fleiß, Disziplin und Geduld es bis nach oben schaffen kann. Egal ob man jetzt vom Band kommt oder sonst wo arbeitet. Ich gratuliere dir von ganzen Herzen Ali Abi und hoffe das ich irgendwann auch mal wie du meine Erfolgsgeschichte hier schreiben kann und somit auch junge Mitarbeiter motivieren werde, sowie du es im Moment getan hast. Viel Erfolg weiterhin.“
  • Thomas Schulze: „Das sind doch mal tolle Erfolgsgeschichten, so richtig hochgedient mit Fleiss, Engagement und Power- Super, werden wir mal unseren Youngsters als Link zur Verfügung stellen, damit die wissen, was alles möglich ist.“

Außer dem positiven Feedback sind dann auch noch ganz andere Leute auf mich aufmerksam geworden, da wäre zum einen Herr Nejdet Niflioglu Vorstand vom DAIMLER TÜRK TREFF (http://www.dc-tt.de/), der den Beitrag gelesen und mich daraufhin angerufen und gratuliert hat. Er meinte, das wäre eine Geschichte die man auch beim DTT verfolgt hätte und die zudem einen Beitrag im Hinblick auf die Aus- und Weiterbildung ausländischer Jugendlicher leisten könnte. Es dauerte nicht lange und Herr Niflioglu meldete sich erneut bei mir. Er hatte eine Anfrage vom Bundeswirtschaftsministerium erhalten, das in Zusammenarbeit mit der UNESCO an folgendem Projekt arbeitete: „Innovative Instrumente zur Entgegnung des Fachkräftemangels – Erschließung des Humankapitals bei Personen mit Migrationshintergrund mit Hilfe des türkischen Fernsehens“. Hierzu waren Interviews mit Personen, die verschiedene Ausbildungswege eingeschlagen hatten vorgesehen:

  • Zum einen der klassische Weg: Schule –Studium- Beruf
  • Zum anderen über den 2. Bildungsweg zum erwünschten Beruf. So wie es bei mir der Fall war.

Ich brauchte nicht lange über dieses Angebot nachzudenken, denn es war eine gute Sache und ich erklärte mich spontan bereit bei der Reportage bzw. dem Interview mitzuwirken. Kurz nachdem ich dann zugesagt hatte, überkam mich eine Art von Nervosität bzw. Lampenfieber, wenn ich daran dachte vor laufenden Kameras aufgenommen zu werden. Aber das war wieder eine Art von Herausforderung, der ich mich gerne stellen wollte. Mein Problem war, dass das Interview komplett auf türkisch stattfinden sollte. Genau das machte mich ein bisschen nervös, denn ich vertraue meinen Deutschkünsten mehr als den türkischen :-).
Vorbereitung ist alles dachte ich mir und begann, nachdem ich den Fragenkatalog bekommen hatte mit dem Entwurf meiner Antworten.

Ich informierte meinen Chef über das Projekt, denn der Dreh sollte in Möhringen an meinem Arbeitsplatz im Büro, im Bürokomplex, sowie auch in den Außenanlagen stattfinden. Der fand mein Engagement toll und gab mir ohne lange zu überlegen grünes Licht. Nun mussten von der Kommunikationsabteilung noch Genehmigungen für Film und Fotoaufnahmen eingeholt werden.
Am 23. April 2009 stand dann das Drehteam bereit. Ich hatte noch am Abend zuvor mit meiner Schwester in der Türkei telefoniert, bei der ich mir noch einige Tipps und Tricks auf türkisch geholt habe. Ich war schon ein bisschen nervös, muss ich zugeben.
Aber die Betreuung durch unsere Kommunikationsabteilung sowie durch das Drehteam des Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) war einfach Spitze. Um es mal in einfachen Sätzen zu formulieren: die waren so locker drauf, dass ich nach kurzer Zeit meine Nervosität ablegte und dann nach ca. 10 min Eingewöhnungszeit, locker flockig drauflos plauderte. Mit dem Ergebnis waren am Ende alle sehr zufrieden. Außer mir wurden noch 3 weitere türkischstämmige Kollegen interviewt.
Die Drehs sind jetzt alle abgeschlossen, müssen geschnitten und bearbeitet und uns zur Besichtigung vorgelegt werden. Wenn dann das OK vom Bundeswirtschaftsministerium da ist, wird es im türkischen Fernsehen in den folgenden Kanälen ausgestrahlt:

  • TGRT EU
  • FOXTÜRK
  • und evtl.TRT Int.

Jeweils auf türkisch, aber mit deutschem Untertitel. Also sobald ich die genauen Termine habe werde ich sie hier noch mal bekannt geben und jeder den es interessiert kann ja mal reinschauen. Auch die Kollegen, die kein türkisch sprechen, aber deutsch lesen können :-).

Wer jetzt denkt das war es der hat sich getäuscht. So wie ich auch!!! Es vergingen kaum ein paar Tage da bekam ich eine Einladung vom Türkischen Generalkonsulat in Stuttgart zu einem Symposium mit anschließender Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung findet unter dem Namen MAB statt, was für Meslek Altin Bileziktir steht. Das ist ein altes türkisches Sprichwort was soviel bedeutet wie „Beruf ist ein goldenes Armband“.

Hier als PDF: Einladung MAB

Auch hier darf ich aktiv an der Diskussion mitwirken und von meinen Erfahrungen berichten, die ich mittlerweile gemacht habe. Ich habe gerne zugesagt, weil ich denke, dass das ein wichtiges Thema hier in Deutschland ist. Gerade eine gute Ausbildung ausländischer Jugendlicher trägt einen erheblichen Anteil zur Integration bei. Denn wenn man von Anfang wegen einer nichtvorhandenen beruflichen Bildung im Abseits steht, kann man kein wirkliches Dazugehörigkeitsgefühl entwickeln. Und das ist wie Gift für eine Integration.

Wenn wir schon dabei sind: Ich habe dann auch noch eine Einladung für die Deutschen Weiterbildungstage am 04. Juli 2009 in Stuttgart erhalten. Die Anfrage kam erneut über Herr Niflioglu vom DTT zu mir. Selbstverständlich habe ich auch hier meine Zusage gegeben. Ich dachte da bleib ich dann wenigstens in Übung :-). Bei den Deutschen Weiterbildungstagen handelt es sich um eine zweitägige Messe, auf der Bildungsträger ihr Angebot vorstellen. Des Weiteren finden Fachvorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen statt. Dieses Jahr soll ein Schwerpunktthema die „Weiterbildung für Personen mit Migrationshintergrund“/Interkulturalität sein. Es ist eine Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern vorgesehen:

  • Integrationsbeauftragte der Stadt Stuttgart
  • Vertreter des Deutsch-Türkischen Forums
  • Personen mit Migrationshintergrund, die durch berufliche Weiterbildung erfolgreich in Arbeit sind (da wäre ich dann mit dabei)
  • Personen, die gerade eine berufliche Weiterbildung machen.

Fragestellungen werden sein: Welche Probleme/Schwierigkeiten gibt es? Was für Lösungen sind angebracht?

Ich hätte nie im Leben daran gedacht, dass mein Beitrag im Daimler-Blog solche Auswirkungen haben würde. Aber daraus kann man erkennen dass der Daimler–Blog auch außerhalb unserer Firma Beachtung findet und gelesen wird.


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