Schweden – Ein paar Monate später

Seit meinem letzen Bericht ist einige Zeit vergangen. Inzwischen sind aus den ersten Tagen, welche ich bereits schilderte, Monate geworden, von denen ich im Folgenden berichten möchte:

Einige Leser fragten nach, wie der eigens gefangene Fisch geschmeckt hat – sehr lecker. Jetzt war ich also auch einmal selbst Fischen! Abgesehen davon ist hier auch eine ganze Menge passiert. Ich bin bereits dreimal umgezogen, fand mit Hilfe eines Arbeitskollegen eine sehr große Wohnung, 20 Minuten von meiner Arbeitsstelle entfernt.

Außerdem gibt es etliche Änderungen im Service Center Stockholm, vom Arbeitskonzept über die Führungskräfte bis zum Wohlfühlfaktor. Vor einigen Monaten wurde ein neuer Werkstattmeister sowie ein neuer Werkstattchef eingestellt. Das größte Hobby unseres jetzigen Werkstattmeisters ist sein Motorrad. Der Werkstattchef hingegen verbringt die größte Zeit seiner Freizeit mit seiner Familie.

Ein neues Arbeitskonzept in der Werkstatt bringt auch etliche Änderungen: Wir arbeiten nun in Teams von 2-3 Mechanikern zusammen. Diese Gruppen wurden nach unterschiedlichen Erfahrungsschwerpunkten gebildet, damit wir uns bei Problemen gegenseitig aushelfen können. Nikolaj, mein Teammitarbeiter, arbeitet schon seit einigen Jahren im Service Center.

Werstatt

Meine Hauptaufgaben in der Werkstatt sind nach wie vor die Inspektion und Nachrüstung neuer sowie gebrauchter Busse und Minibusse mit Navigation, GPS, Elektrik und anderen Komponenten und Aggregate. Fehlersuche und das Reparieren aller Setra und Mercedesbusse eingeschlossen.

Werkstatt Werkstatt

Zusätzlich läuft in den zwei Service Centern in Schweden momentan ein so genanntes „Wohlfühlprojekt“. Hier hatte jeder Mitarbeiter ein vertrauliches Gespräch mit einem der Projektleiter. Aus diesen Gesprächen wurden einige Punkte ermittelt, welche am Arbeitsplatz geändert werden müssen und eine Strategie entwickelt, wie diese Verbesserungen erreicht werden können.

Von Zeit zu Zeit finden Treffen statt, bei welchen wir alle zusammen, diskutieren, beraten, besprechen, lernen aber auch viel Spaß miteinander haben. Bei den Meetings sind nicht nur die Mechaniker aus der Werkstatt und Spenglerei, sondern auch die Kollegen aus dem Lager, dem Verkauf und dem Technischen Kundendienst mit dabei. Das Arbeitsumfeld ist dadurch noch angenehmer geworden.

Genug von der Arbeit. Hier in Schweden durfte ich natürlich noch einiges anderes erleben: Einige male war ich im Skärgården (Kärgarden). Das sind die vielen kleinen Inseln vor Schweden. Meist war ich auf Saltkrokan oder Norröra, wie die Insel in Wirklichkeit heißt. Auf dieser Insel wurde das Buch „Ferien auf Saltkrokan“ von Astrid Lindgren verfilmt und es gibt auch ein kleines Touristendorf mit Örtlichkeiten des Filmes.

Ich erkundete die Insel ein wenig, schnitt Gras, las und spielte. Bekannte führten mich auf dem Eiland ein wenig herum und zeigten mir Sehenswertes. Groß ist sie nicht, in einer halben Stunde kann man über die ganze Insel laufen. Wenn man permanent am Ufer entlang geht, dauert es allerdings ein wenig länger. Leider regnete es meistens, wenn ich mich auf der Insel aufhielt.

Vor ein paar Wochen wurde mir zudem beigebracht, wie man Krebse isst. Es ist nicht viel zu essen dran, schmeckt aber gut, sehr zartes Fleisch und Beschäftigung hat man auf jeden Fall. Es macht ganz schön viel Arbeit, bis man da überhaupt einmal an etwas Essbares herankommt.

Merkt euch Folgendes: Die Weibchen erkennt man daran, dass sie einen größeren Hintern haben und man somit mehr Fleisch zu essen hat. Perfektes Essen, wenn man sich nebenbei unterhalten will.

Mit meinem Motorrad unternahm ich hier in Schweden auch etliche schöne Touren. Beispielsweise habe ich mir schon Uppsala angeschaut, eine Universitätsstadt, 45 – 60 Minuten von Stockholm entfernt. Während Motorradfahrten sieht man häufig frei lebende Tiere, hauptsächlich Rehe und Hasen. Aber auch Elche begegneten mir, glücklicherweise ohne Zusammenstoß. :)) (Falls ihr euch das gerade gedacht habt.)

Nach weiteren Erlebnissen, Ereignissen und Veränderungen werde ich mich wieder melden. Also bis bald!


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