Über Umwege zum Traumberuf

Mit diesem Beitrag möchte ich denjenigen Menschen Mut machen, die glauben, dass sie nach einem verpassten Gymnasium „nur“ noch einen „mittelmäßigen“ Beruf in ihrem späteren Leben erreichen können, aber gerne Ingenieur geworden wären. Denn mein Werdegang ist glaube ich ein ganz gutes Beispiel dafür, wie man auch über Umwege zu seinem Traumberuf gelangen kann.

Aufgrund meiner durchschnittlichen Noten während meiner Zeit an der Grundschule habe ich erst die Realschule besucht, die ich mit der mittleren Reife abgeschlossen habe. Da ich aber nicht wusste, was ich als Ausbildungsberuf machen könnte, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, einfach mit der Schule weiterzumachen.

Gesagt getan habe ich dann weitere 3 Jahre die Schulbank gedrückt und 2001 dann meine fachgebundene Hochschulreife (ohne Französisch gab es keine allgemeine) erlangt.

Jetzt gab es nur noch zwei Möglichkeiten, was ich tun konnte. Entweder ich mach mit dem Lernen weiter und studiere etwas Technisches oder ich probiere vor dem Studium einen Beruf aus. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden. Ich dacht mir, dass es sinnvoll wäre, erst einmal durch eine Ausbildung herauszufinden, ob ich diese Richtung auch einschlagen möchte und um noch etwas in der Hinterhand zu haben, falls es mit dem Studium nicht klappen sollte.
Daraufhin ging die Suche nach einem passenden Ausbildungsberuf los. Dies hat sich aber als etwas schwieriger herausgestellt, da ich einen „modernen“ Beruf wählen wollte, wie ich ihn schließlich in Form des „Mechatronikers“ gefunden habe. An diesem Berufsbild hat mich vor allem die Vielfältigkeit gereizt, dass ich nicht nur die Mechanik sondern auch die Elektrik und Informatik kennen lernen konnte.

Die erste Berührung mit Daimler:
Nachdem mir klar geworden war, welche Ausbildung ich machen wollte, habe ich mich dann bei Daimler dafür beworben und habe nach erfolgreichem Eignungstest die Zusage für die Ausbildung bekommen. Regulär ist die Dauer der Ausbildung auf 3 ½ Jahre angesetzt, aber durch meine fachgebundene Hochschulreife wurde meine Ausbildung von vornherein auf 3 Jahre reduziert. Ich hatte dann noch eine Lehrzeitverkürzung und somit nach 2 ½ Jahren meine Ausbildung zum Mechatroniker abgeschlossen. Während meiner Ausbildung habe ich bereits die Möglichkeit genützt, mich im Unternehmen etwas umzusehen und den einen oder anderen Kontakt zu knüpfen. Dabei ist mir eines schon damals klar gewesen, dass ich später
auf jeden Fall bei Daimler arbeiten möchte, weil mich die Vielfalt an unterschiedlichen Einsatzgebiete gereizt hat und Daimler quasi vor meiner Haustüre lag.

Die Herausforderung Studium:

Dadurch, dass mir die Ausbildung sehr großen Spaß gemacht hat, habe ich mich dazu entschlossen, Mechatronik auch als Studienfach zu wählen. Aus diesem Grund habe ich mich dann bei mehreren Fachhochschulen beworben und bin von der FHTE Esslingen (jetzt Hochschule Esslingen) genommen worden. Das Studium verlief eigentlich ohne größere Probleme, bis auf dass man immer fleißig am Ball bleiben musste, da man ansonsten keine Chance gehabt hätte, das Studium erfolgreich abzuschließen. Es war nicht immer einfach, aber ohne Fleiß bekanntlich ja kein Preis und es hat sich ja im Endeffekt auch ausgezahlt, wie man heute sehen kann.

Aufgrund meiner guten Leistungen während des Studiums bin ich dann ungefähr 1 Jahr vor Abschluss des Studiums in das neu gegründete Förderprogramm „Daimler Student Partnership“ (DSP) aufgenommen worden. Allerdings kam für mich die Aufnahme in das Förderprogramm etwas überraschend, da ich nicht aktiv nach dem DSP gesucht habe, sondern zufällig per Telefon von den Mitarbeitern des DSP darauf aufmerksam gemacht worden bin. Ich wurde gefragt wurde, ob ich Interesse hätte. Ich musste nicht lange zögern, da es sehr vielversprechend und interessant klang. Kurzerhand habe ich meine Bewerbungsunterlagen zum DSP-Team geschickt und den normalen Bewerbungsprozess durchlaufen, wie er schon in ein-zwei anderen Artikeln in diesem Blog beschrieben wurde.

Die Teilnahme im DSP hat mir persönlich sehr viel gebracht. Durch die verschiedenen Trainings habe ich meine Softskills erweitern bzw. weiter vertiefen und mein Netzwerk innerhalb von Daimler stetig ausbauen können. Als es dann ans Ende meines Studiums ging, wurde ich tatkräftig von meiner Personalbetreuerin seitens des DSP sehr gut dabei unterstützt, eine geeignete Stelle bei Daimler zu bekommen, was ja auch geklappt hat.

Ich würde euch gerne noch über meine momentanen Stelle erzählen: wie es mir bisher ergangen ist, usw., aber dafür bin ich noch zu kurz dabei. Vielleicht melde ich mich ja an gleicher Stelle wieder und berichte dann über meine ersten Eindrücke in meinem neuen Lebensabschnitt.
Fürs erste hoffe ich, dass ich einen kleinen Einblick darüber geben konnte, dass vieles möglich ist, wenn man nur will. Es heißt ja bekanntlich auch, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Was ich damit sagen möchte:

Finde dich nicht mit dem ab, was du hast, sondern versuche das zu erreichen, was du möchtest, egal wie schwierig es auch sein mag!


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