Schenk ein Lächeln 2008 – oder: So fühlt sich also der Nikolaus

Ok, Weihnachten ist vorbei, ich weiß. Trotzdem möchte ich gerne noch ein paar Worte zur Aktion „Schenk ein Lächeln“ erzählen. Als ich am 12.01. aus meinem verlängerten Weihnachtsurlaub wieder zurück an meinen Arbeitsplatz kam, wurde ich von einer Kollegin auf das Daimler-Blog aufmerksam gemacht. Mit den noch frischen Eindrücken aus der Vorweihnachtszeit im Kopf, machte ich mich daran, diese aufzuschreiben. Wie schon in den letzten Jahren wurde auch in diesem Jahr die Aktion ‚Schenk in Lächeln’ durchgeführt.

In den letzten Jahren hieß das noch „Weihnachten im Schuhkarton“, die Aktion selber ist aber so gut wie gleich geblieben: Für Kinder aus bedürftigen Familien werden von den Bank Mitarbeitern Geschenkchen in einen Schuhkarton – der von der Mercedes-Benz Bank gestellt wird – gepackt, der Karton wird nach Lust und Laune geschmückt und verziert und wieder bei der Bank abgegeben. Die Bank verteilt die Pakete dann weiter. Der einzig nennenswerte Unterschied zu den Jahren zuvor liegt darin, dass die Päckchen bisher ins Ausland geschickt wurden und in diesem Jahr in Deutschland verteilt wurden.

Schon im letzten Jahr habe ich bei dieser Aktion begeistert mitgemacht und mit Leidenschaft zwei Päckchen gefüllt. Da man angeben, muss ob es sich um ein geeignetes Geschenk für einen Jungen oder ein Mädchen und in welcher Alterstufe ungefähr handelt, habe ich mich entschieden, eines für ein Mädchen von 2-4 Jahren und eines für einen Jungen von 2-4 Jahren zu packen.

Vor allem das für den Jungen fiel mir besonders einfach, da ich selber Mutter eines kleinen Sohnes bin und daher recht gut weiß, womit man den Zwergen eine Freude machen kann.
Während des Einkaufens ist mir wieder aufgefallen, mit wie einfachen und simplen und wirklich nicht kostspieligen Dingen man die Kinder begeistern kann. Ich hätte am liebsten noch 20 weitere Kisten gepackt! Irgendwann habe ich einer sehr guten Freundin von der Geschichte erzählt und sie hat spontan auch noch ein Kistchen gepackt. Sehr schön! Das alles war in der Vorweihnachtszeit 2007.

Um zu verstehen, warum ich dieses Jahr bei „Schenk ein Lächeln 2008“ so einen Eifer oder – mit den Worten meiner Mutter gesprochen – so eine höfliche Impertinenz an den Tag gelegt habe, sollte ich einen kleinen Einschub machen:
Seit längerem ärgert es mich, dass in einer so reichen Stadt wie Stuttgart immer wieder Kinder, oft aufgrund der Unfähigkeit von Erwachsenen, Mangel leiden müssen. Unfähigkeit deshalb, weil Spenden vorhanden sind, in Form von Kleiderspenden, Essenspenden, Geldspenden und Zuschüssen. Diese aber oft nicht bei den Kindern ankommen.

Es liegt am Stolz der Eltern um Spenden zu bitten oder daran, dass die Eltern schlichtweg überfordert sind. Hinzu kommt die schlechte oder unzureichende Verwaltung bei der Verteilung der Spenden. In einer reichen Stadt wie Stuttgart gibt es Kinder, die bei Minusgraden ohne Socken, Mütze, Handschuhe in die Schule gehen müssen und weder ein Frühstück im Bauch noch ein Vesper oder Geld dafür in der Tasche haben. Das macht mich sauer, aber blöderweise kann ich allein nichts dagegen tun.

Nun kam Weihnachten und damit auch die Zeit für „Schenk ein Lächeln“. Und ich dachte mir, ich könnte doch mal versuchen, außer meiner Freundin – die sowieso schon zugesagt hatte ein Päckchen zu packen – auch andere aus dem Freundeskreis anzusprechen. Und meine Familie könnte ich ja auch mal fragen. Und die Eltern der Kids aus der Kita meines Juniors. Und die sehr zahlreichen Nachbarn meiner Eltern (dem Hochhaus sei Dank).
Und schon war die Idee geboren: Ich kann vielleicht doch etwas tun und den Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, eine Freude zu machen. Hier in Stuttgart!

Schenk ein Lächeln 2008

Ich nahm Kontakt mit der zuständigen Kollegin der Kommunikationsabteilung auf und bat darum, ein paar Plakate und Flyer zu bekommen. Da ich frühzeitig angerufen hatte und die Plakate noch nicht fertig waren, wurde mir zugesagt, dass ich informiert würde, sobald alles aus der Druckerei käme. Und so war es dann auch.
Zudem habe ich im Vorfeld von der Kollegin E-mail und pdfs bekommen, die ich weiterleiten konnte um meine Freunde und Bekannte zu informieren und um die Mithilfe zu bitten. Als die Plakate fertig waren, habe ich in der Kita meines Sohnes und im Hauseingang meiner Eltern je eines aufgehängt. Dann ging die „Rumfahrerei“ los:

Wir, mittlerweile hatte ich tolle Unterstützung bekommen, haben Ausgabe- und Sammelstellen eingerichtet: Ich holte die Pakete duzendweise aus der Kommunikationsabteilung, brachte diese zu meiner Mutter, zu meiner 18-jährigen Patentochter, ins Arztzimmer meiner Freundin im Krankenhaus, in die Kanzlei einer anderen Freundin und in die Kita meines Kurzen. Dort wurden die leeren Päckchen weitergegeben an die Nachbarn meiner Eltern, die Klassenkameraden meiner Patentochter, die anderen Ärzte des Krankenhaus Bietigheim, die Mitarbeiter der Kanzlei und an die Eltern und Erzieher der Kita. Nach Ablauf der vereinbarten Frist durfte ich Weihnachtsmann spielen.

Schenk ein Lächeln 2008Das war der beste Job den ich je gemacht habe:

Ich bin nach Botnang, nach Bietigheim, nach Esslingen, in die Stuttgarter Innenstadt und sonst wohin gefahren und habe meinen kleinen Kombi vollgeladen mit liebevoll verpackten und aufwändig dekorierten Geschenkpaketen, die ich dann auf direkten Weg in der Bank abgeliefert habe. Ich kann nur sagen: Da kam Weihnachtsstimmung auf! Irgendwann hab’ ich nicht mehr gezählt, aber ich schätze es waren ca. 50-60 Päckchen, die so zusammen kamen. Mein eigenes übrigens mit eingerechnet. Dass ich dann noch bei der Übergabe der Pakete an die Kinder in Stuttgart dabei sein durfte war eine schöne Überraschung und hat mich darin bestärkt, die ganze Sache nächstes Jahr noch größer und früher zu organisieren. Ich sag nur soviel: Die gesamte Schule meiner Patentochter will mitmachen…! Wer noch?


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