Daimler Trucks Imagefilm – Making of

Imagefilme gibt es heute wie Sand am Meer. Kaum ein Unternehmen, das nicht mit aufwendig produzierten Hochglanz-Filmen versucht den Kunden von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Natürlich würde ich jetzt lügen, wenn ich behaupten würde, dass wir im neuen Imagefilm von Daimler Trucks nicht die gleiche Intention hatten Und dennoch haben wir etwas Neues versucht. Zwar nicht vom Inhalt her, dafür in der Machart.

Zum ersten Mal hat der Geschäftsbereich in Zusammenarbeit mit Mark 13 und BBDO einen voll animierten Film produzieren lassen. 6 Monate lang saßen die Herren und Damen von Mark 13 vor ihren Rechnern und haben in akribischer Kleinarbeit Lkw der Marken Mercedes-Benz, Freightliner und Mitsubishi Fuso in der digitalen Welt zum Leben erweckt.

Was sich jetzt aber so einfach liest, war zeitweise ein Kraftakt mit Happy End in letzter Sekunde. Um einen solchen Film zu animieren, ist es abgesehen von der Storyline, vor allem wichtig die CAD-Daten der einzelnen Fahrzeuge zu bekommen. Schließlich soll ein Mercedes nicht erst auf den zweiten Blick erkennbar sein.

Stau auf dem Datenhighway

Was sich nun banal anhört, mauserte sich in der Umsetzung zur größten Herausforderung. Sowohl aus Japan, den USA, wie auch Untertürkheim mussten Unmengen an Daten an den Stuttgarter Marienplatz zu Mark 13 transportiert werden und obwohl der Datenhighway meist staufrei zu passieren ist, brachten wir ihn mit unseren Massen das ein oder andere mal zum erliegen. So mussten wir wohl oder übel auf altertümliche Datenübertragungen zurückgreifen und die Herren der Post bitten den Boten zu spielen. Aus geplanten Tagen zur Bereitstellung der Daten, wurden so schnell Wochen, und der Tag der Eröffnung der IAA – wo der Film Premiere feierte – rückte immer näher. Aber nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Welt in der der Film spielt wurde animiert und musste zigmal überarbeitet werden.

Insgesamt bestand der Bildstreifen letztendlich aus Terrabytes von Daten, die zu einem einzelnen Film zusammengepresst werden mussten. Auch dieser Vorgang, genannt Rendering, benötigte nicht nur einen ganzen Haufen Zeit, sondern auch viel, viel Speicherplatz. So wurde der Film auf einer PC-Plantage in Italien zur vollen Blüte getrieben und kam in letzter Minute in Hannover an.
Mit dem Film haben wir nun zwar ein weiteres Korn auf den großen Sandplatz vor dem Ozean geworfen, aber immerhin ist es mal ein anderes.


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