Peking 2008: Dabei sein ist alles!

Peking 2008. Das ruft bei den meisten von uns die Erinnerung an die Olympischen Spiele hervor. Für 50 Schüler und 50 Lehrer aus 36 Ländern ist es aber ein anderes Highlight, das sie mit der Hauptstadt der Volksrepublik China verbinden: Das Mondialogo School Contest Symposium 2007/2008.

Ich wünschte, Mondialogo hätte es schon zu meiner Schulzeit gegeben. Der School Contest bietet eine tolle Chance, Menschen und ihre Kulturen aus aller Welt kennen zu lernen, sich auszutauschen und Freundschaften zu knüpfen, die ein Leben lang halten.

Award CeremonyNeben dem Mondialogo Engineering Award, einem Wettbewerb für Ingenieurstudenten, ist der Mondialogo School Contest (MSC), dessen dritte Runde nun gerade zu Ende gegangen ist, ein Hauptbestandteil der Mondialogo Initiative. Der MSC ist ein Wettbewerb für Schüler zwischen 14 und 18 Jahren, die innerhalb von sechs Monaten mit einem Partnerteam von einem anderen Kontinent ein gemeinsames Projekt erarbeiten. Das klingt erst einmal einfach, aber die Herausforderungen sind zahlreich.

Quelle: Mondialogo

In welcher Sprache soll man sich verständigen? Wie soll man kommunizieren, wenn ein Team keinen Internetzugang hat? Was tun, wenn ein Team sich einfach nicht mehr meldet? Und welches Projekt soll auf die Beine gestellt werden? Die Themenbereiche des dritten MSC reichten von Sport und Fairplay bis hin zur nachhaltigen Zukunft und ließen eine Menge Spielraum für besondere Ideen und ihre kreative Umsetzung. Für die 25 Finalisten, die Daimler und UNESCO für vier Tage nach Peking zum Mondialogo School Contest Symposium eingeladen haben, war die Reise nach China aus vielen Gründen etwas ganz Besonderes: Für einige war es der erste Trip über ihre Landesgrenzen hinaus. Und es war das erste Mal, dass sich Schüler und Lehrer nach sechs Monaten gemeinsamer Arbeit persönlich begegneten.

Die Gewinner des 1. PreisesEs war beeindruckend zu beobachten, mit welcher Ernsthaftigkeit und Begeisterung die Schüler ihre gemeinsamen Projekte vor einer internationalen Jury präsentierten. Und so war es dann auch eine besonders große Herausforderung, die Gewinner auszuwählen. Ulrich Walker, CEO von Daimler Northeast Asia, und Hans d’Orville von der UNESCO als Juryvorsitzende zusammen mit Mounir Bouchenaki, Kenizé Mourad, Sheikha Khalifa, Yang Lang und Frank Fredericks (Die Jury) vergaben neben den Plätzen eins und zwei gleich zwei dritte Plätze. Als das Partnerteam aus dem Libanon und Serbien am Abend der Preisverleihung als Gewinner des ersten Preises verkündet wurde tönte ein lauter Jubelschrei durch das Dong Yuan Theater in Pekings Innenstadt und der eine oder andere Zuschauer verdrückte eine Träne. Die Teams hatten eine Idee zu einem besonderen Spielplatz entwickelt, der nicht nur Spaß für serbische und libanesische Kinder bereithalten, sondern insbesondere Kinder mit und ohne Behinderung zusammenführen soll.

Quelle: Mondialogo

Die Schüler aus Serbien und LibanonZwei Projekte, die die Jury besonders beeindruckt hatten, bekamen einen Sonderpreis. Das Team aus der Türkei und Russland beeindruckte mit einer Analyse zum Einfluss der globalen Erderwärmung auf Landwirtschaft und Wasserversorgung und erhielten einer Sonderehrung für ihre nachhaltigkeitsorientierte Idee. Die Schüler aus Benin und USA zeichneten sich durch besondere Kreativität und kulturelle Vielfalt aus. Nicht alle Teilnehmer konnten eine eigene Trophäe mit nach Hause nehmen, aber gemäß dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“ war die erste Enttäuschung darüber schnell verflogen.

Quelle: Mondialogo

Schließlich konnten sich alle Finalisten in Peking als Gewinner fühlen und freuten sich über die Glückwünsche des chinesischen Vizebildungsministers, der extra zu Preisverleihung gekommen war, und – per Videobotschaft von unserem Vorstandsvorsitzenden aus Stuttgart und dem Chef der UNESCO aus Paris. Vier Tage sind natürlich viel zu schnell vergangen. Noch in der letzten Nacht wurden eifrig Adressen ausgetauscht und diejenigen, die sich schon schlafen gelegt hatten, kamen um vier Uhr morgens in ihren Bademänteln aus den Zimmern, um ihre Partnerteams zur Heimreise zur verabschieden.

Schüler auf der Chinesischen Mauer

Die Preisverleihung und die Begegnung mit den anderen Teilnehmern war mit Sicherheit ein Höhepunkt des Symposiums für viele Schüler und Lehrer, aber sie werden auch viele andere Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Sei es der Spaziergang auf der großen Mauer oder durch die Verbotene Stadt, das Drachenbootrennen auf dem HouHai See in Peking, die chinesische Nacht mit Kung Fu und der berühmten Peking Opera oder das Treffen mit zwei chinesischen Medaillengewinnern der olympischen Schwimmwettbewerbe.

Quelle: Mondialogo

Weitere Informationen auf Focus Online.


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