Digitale Prototypen (DPT) unterstützen PKW-Entwicklung

Der Fahrzeugentwicklungsprozess unterliegt durch die permanenten Weiterentwicklungen digitaler Entwicklungsmethoden und hier insbesondere auf dem Gebiet der Berechnung einem ständigen Wandel. Um dem Rechnung zu tragen, wurde mit dem Entwicklungsstart der neuen C-Klasse vor einigen Jahren bei Mercedes-Benz erstmals der digitale Prototyp eingeführt. Das bedeutet, dass bereits in der digitalen Phase eine ganzheitliche Bewertung des Reifegrads durchgeführt wird, wie es davor nur anhand von Hardware-Prototypen möglich war.

Damals bekam ich die Aufgabe, als Projekt-Leiter dieses neue Thema in unserer Entwicklung umzusetzen. Mit einem Team von Ingenieuren aus allen Berechnungsabteilungen wie z.B. aus den Berechnungsgebieten Crash, Ride, Fahrdynamik, Akustik, Betriebsfestigkeit, thermische Absicherung, Energiemanagement, Aerodynamik usw. sollten folgende Ziele gemeinsam mit der Baureihenentwicklung umgesetzt werden:

  • Erhöhung des Fahrzeugreifegrads in der frühen (digitalen) Entwicklungsphase und damit der Qualität der ersten Hardwareprototypen
  • frühe Bewertung von Innovationen
  • sichere Erreichung des Optimums an Fahrzeugeigenschaften
  • Effizienzsteigerung durch einen strukturierten und gemeinsam genutzten Datenstand als Input für alle Berechnungsdisziplinen

Die größten Herausforderungen waren dabei, den in der Hardwarephase gewohnten Datenbereitstellungsprozess zur Erstellung der Hardware auch in der digitalen Entwicklungsphase für die Erstellung der DPT zu etablieren. Dies war jedoch die Voraussetzung dafür, dass die Berechnungsingenieure zu vereinbarten Zeitpunkten einen vollständigen geometrischen und funktionalen Datenstand eines Fahrzeuges bewerten und optimieren konnten. Was daraus geworden ist, können Sie dem beigestellten Film entnehmen. Der Erfolg des DPT zeigt sich auch daran, dass alle neue Fahrzeugprojekte nur mit dem DPT umgesetzt werden.


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