Wie kommt das Neue in die Welt?

Jeder hat Ideen im Kopf. Doch wie kommt das Neue letztlich in die Welt?

Der Mensch denkt oftmals in den Kategorien „höher, schneller, weiter“, um vorwärts zu kommen – und somit effizienter zu werden. Möglicherweise ist jedoch gerade das Anwenden von Erfolgsrezepten aus der Vergangenheit die Ursache für zukünftigen Misserfolg? Innovation zu fördern bedeutet in erster Linie, sich selbst in Frage zu stellen! Das Thema „Innovation“ erhielt erstmals einen gesonderten Rahmen innerhalb der Führungskräfteentwicklung der Ebene 4 (Führungsebene oberhalb der Meister).

Denn um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es stets aufs Neue wichtig, die eigene Strategie, das Führungshandeln, sowie die persönliche Einstellung den neuen Anforderungen anzupassen. Innovationsmanagement heißt mehr als die Optimierung des Bestehenden. Innovation heißt vor allem: Ein Bewusstsein für Chancen und Möglichkeiten zu schaffen, durch Übungen Kompetenzen im Entwickeln neuer Denkmuster zu erwerben und die Akzeptanz von andersartigen Ideen. Das alles sind Inhalte, die im zweitägigen Seminar „Innovation & Effektivität – Wie kommt das Neue in die Welt“ der Daimler Corporate Academy behandelt werden.

Kaum eine Führungskraft wird müde zu betonen, wie wichtig Informationen über Trends und Herausforderungen in neuen Technologien für den Erfolg seines Unternehmens sind. Sie möchten Strategien, Methoden und Modelle kennen lernen, mit denen Sie Ihr strategisches Technologiemanagement zielorientiert steuern können. Doch wie es tatsächlich um das Innovationsmanagement (Kultur, Prozesse, Führungshandeln etc.) in der eigenen Firma bestellt ist, können nur wenige Führungskräfte fundiert beurteilen. Zu viele und höchst unterschiedliche Faktoren spielen dabei eine Rolle.

Gruppenbild mit SeminarleitungAn der ersten Veranstaltung zu dieser Reihe nahmen 13 Führungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen des Konzerns teil. Ich habe, ausgehend von der intrinsischen Motivation und der individuellen Entscheidungskompetenz der Führungskräfte, deren Verhalten im Laufe des zweitägigen Seminars  beobachtet. Dabei stellte ich fest, dass die Motivation der Teilnehmer sehr hoch war.

Der Wunsch, immer mehr erfahren zu wollen, war stark ausgeprägt. Zudem war deutlich zu erkennen, dass die Kommunikation und das Bedürfnis nach Informationen eine herausragende Rolle spielten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Seminars war die Wahrnehmung. Die Sinne der Teilnehmer wurden auf spielerische Art und Weise angeregt, um Veränderungen schnell genug bemerken zu können. Hier kam es in erster Linie darauf an, den Blick zu weiten, um die Veränderungen zudem umfänglich wahrnehmen zu können.

Folgende zwei Kernfragen standen im Raum: Wann ist Innovation angesagt? Das heißt: ganz neue Wege gehen und Ideen umsetzen. Und wann geht es eher Effektivität, darum Bestehendes zu optimieren?

Anhand von Übungen und theoretischem Input erhielten die Teilnehmer auf kreative Art und Weise Zugang zu den verschiedenen Innovationstheorien und -strategien und zu den Möglichkeiten zur Förderung von Innovationsbereitschaft. Zahlreiche Praxisbeispiele veranschaulichten die Innovationskraft zahlreicher Unternehmen wie beispielsweise 3M, Gore oder auch Google.


Zu später Stunde, gegen 21.00 Uhr, hieß es dann noch: „Das Unmögliche möglich machen“. Die Teilnehmer hatten viel Spaß mit dieser Aufgabe, obwohl sie hierbei an die Grenzen ihrer Möglichkeiten geführt wurden. Die einen mental, die anderen körperlich.
Erst bei der anschließenden Besprechung ist ihnen bewusst geworden, wie viel Unmögliches sie doch möglich gemacht haben und wie eigentlich alles im eigenen Denken und mit der Herangehensweise an eine Themenstellung beginnt!

Zusammenfassend kann man sagen: Augenmerk auf das Aufbauen und Fördern einer innovationsfreundlichen Kultur legen! Es darauf an, wie gewinnbringend das gewonnene Wissen um die verschiedenen Innovationstheorien nun in unternehmerisches Handeln integriert werden können.

Am Ende war die positive Aufbruchstimmung in den Gesichtern der Teilnehmer deutlich zu erkennen. Einerseits wurden sie in den zwei Tagen zum Nachdenken angeregt, andererseits bauten sie eine gehörige Vorspannung auf, um das Thema „Innovationen“ anzugehen.

Wichtig ist, dass die Rahmenbedingungen für das in der heutigen Kommunikationsgesellschaft geforderte lebenslange Lernen gegeben sind, um dieses unterstützen zu können. Wenn die Mitarbeiter positive Erfahrungen durch selbstständiges Engagement erleben und wirkliches Interesse am Fortschritt haben, ist ständiges Dazulernen möglich. Jede Innovation ist nur so gut, wie sie durch eine gelungene Kommunikation unterstützt wird.


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