Teures Öl und viele schimpfen, dass Daimler schläft…

…tue ich nicht, denn ich kriege als Marketing-Mann für den smart electric drive (ed) mit, was bei Mercedes-Benz Cars so alles mit alternativen Antrieben läuft. Und nicht erst seit gestern. Klar hat sich die Dringlichkeit in den letzten Wochen dramatisch erhöht. Aber die Ärmel sind hochgekrempelt und die Muskeln sind angespannt. Ist einiges an Muskeln da. Vor einem Monat in Sevilla wurde Journalisten eindrücklich demonstriert, welche Kugeln im Lauf sind. Von verbrauchsmindernden Massnahmen an Motor und Fahrzeug über Start-Stopp-Systeme und Hybridantriebe zu E-Fahrzeugen mit Batterie oder Brennstoffzelle bis zum F 700 Diesotto.

Fast schon zu viel für manche Journalisten – sie beschreiben lieber eine Blume als einen ganzen Blumenstrauss. Und die Leser, Hörer, Zuschauer lassen sich auch bereitwilliger von einfachen Botschaften einnehmen. Das ist vielleicht ein kommunikatives Handicap für Daimler.

Tanken an der SteckdoseWir bei smart – auch Daimler und auch Mercedes-Benz Cars, übrigens – haben es da etwas leichter. Seit Frühjahr 2007 heißt der absolute CO2-Champion smart cdi mit 88 g CO2/km. In Kürze gibt es den smart mhd mit 45 kW und 52 kW in Serie, d.h. mit einem sehr leicht zu fahrenden Start-Stopp-System und 103 g CO2/km. 2010 kommt der smart ed. Der smart ed stösst lokal, oder „tank to wheel“, 0g aus. Ich weiß, jetzt kommt der Aufschrei der deutschen „ja, aber-Fraktion“ mit dem Braunkohlekraftwerk und der schmutzigen Stromerzeugung. Gesamthaft betrachtet, also „well to wheel“, mit Strom z.B. von der lokalen EnBW ein bisschen mehr als 30 g. In Norwegen 0 g – Wasserkraft! Übrigens, „well to wheel“ läge der cdi bei 97g – Diesel kommt ja nicht einfach so vom Bohrloch in die Zapfsäule. „Well to Umweltschonendes Wohnenwheel“ berücksichtigt sämtliche CO2-Emissionen im Verlauf der Erzeugung und Bereitstellung der Energie.

Nicht ganz 100 smart ed fahren in UK, vor allem in London. Die Nutzer sind sehr zufrieden, viele begeistert. Wir lernen aber noch das eine oder andere von ihnen. Das brauchen wir, um alles richtig zu machen, wenn wir 2010 in den Markt gehen. Wir planen einen vorsichtigen Anlauf, werden aber noch im aktuellen Lebenszyklus grössere Volumina bauen und absetzen.

Wir wollen ehrlich sein und nur sagen, wes wir uns sicher sind. Daher sind wir weniger spektakulär unterwegs als manch anderer. Ich lese oft Angaben zu Geschwindigkeiten und Reichweiten und weiß, dazwischen gehört bestenfalls ein „oder“, nicht ein „und“.

Wir sind solide unterwegs. Wir finden ein Gleichgewicht zwischen Fahrleistung, Alltagstauglichkeit, Gesamtkosten beim Kunden und Wirtschaftlichkeit. Anders gesagt: der Marketing-Mix wird attraktiv sein und wir werden einen angemessenen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten.

Daimler hat an smart fest gehalten, obwohl viele „Kopf ab“ gerufen haben.
Wir wollen und werden belegen, dass das gut war.

Pitt Moos, Produktmanager smart electric drive. Zudem verantwortlich für den smart electric drive Pilot in London mit 100 smart ed.


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