Der Stern im Leben einer Alleinerziehenden (Teil 1)

Da ich mittlerweile von der einen oder anderen Seite auf meine Kommentare im Blog angesprochen wurde, möchte ich gerne einmal einen Einblick gewähren in mein Leben als alleinerziehende Mutter und Vollzeit-Sekretärin im Konzern.

Mittlerweile bin ich bald 8 Monate in der Daimler AG tätig und seit genau einem Jahr wieder zurück in der Heimat. Nach einigen Jahren im Ruhrgebiet war das Heimweh so groß geworden, dass ich letztes Jahr entschied, Nägel mit Köpfen zu machen und wieder zurück in die schwäbisch-heimischen Gefilde zu ziehen. Ein Schritt, den ich für völlig unmöglich gehalten und vor dem ich wirklich Angst gehabt hatte. Würde es mir wirklich bald gelingen, vor Ort einen neuen Job zu bekommen und würde sich mein Sohn hier gut einleben? Diese und viele andere Gedanken beschäftigten mich vor einem Jahr.

Mutig, wie ich dann letzten Endes war, schmiss ich letztes Jahr meinen Job und kündigte die Wohnung, nachdem ich hier den Mietvertrag für meine Traumwohnung unterschrieben hatte. 2007 sollte für mich das Jahr großer Veränderungen werden.

In der neuen Wohnung haben mein Sohn und ich uns sehr schnell eingelebt. Sein Kinderzimmer ist riesig und dementsprechend gibt es auch immer eine riesig große Fläche und ganz viele Autos die dann aufgeräumt werden dürfen/können/sollen/müssen (leider bevorzugt von mir). Zudem ist der Kindergarten toll und die Wohngegend einfach grandios. Für Kinder gibt es meiner Meinung nach nichts Besseres, als in ländlicher Gegend aufzuwachsen. Kein Vergleich zum Wohnen mitten in Essen, mit den Bahnschienen zum Balkon hin und der Hauptstraße vor der Eingangstür.

Der erste Einsatz (über die Zeitarbeitsfirma, bei der ich unterschrieben hatte) führte mich zur Daimler AG. Das war im Oktober 2007. Meine Eltern hatten viele Jahre lang in der Produktion des Werkes gearbeitet, aber es kam mir nie in den Sinn, ich könnte mal für das gleiche Unternehmen tätig sein. Ich kam als Vertretung in das Sekretariat einer Forschungsabteilung. Und fühlte mich sofort pudelwohl, wie man so schön sagt. Nette Kollegen, ein netter Chef, die Arbeit machte wahnsinnigen Spaß und die Zeit (3 Monate) verging wie im Flug. Da war der Einsatz auch schon zu Ende. Bei der Weihnachtsfeier wollte man wissen, was sich die Mitarbeiter wünschen. Mein einziger Wunsch war es, in der Abteilung bleiben zu können bzw. eine Festanstellung bei Daimler zu bekommen.

Der nächste Einsatz führte mich in den Logistikbereich. Ich unterstützte den Bereich, bis eine neue Sekretärin gefunden war. Als sich eine Möglichkeit bot, wieder in die alte Abteilung zurückzukehren, zögerte ich nicht lange und fragte bei meinem ehemaligen Vorgesetzten an, ob ich wieder für die Abteilung tätig sein dürfte. Es klappte und nun bin ich wieder hier. Dieses Mal zwar auch leider nur bis zum Antritt der neuen Sekretärin, aber immerhin.

Wenn ich die Zeit, in der ich jetzt im Konzern arbeite, Revue passieren lasse, fallen mir einige Dinge auf. Zum einen habe ich durch die Arbeit hier wirklich das Bedürfnis, mich bestmöglich einbringen zu können und die Motivation, Kurse oder Seminare zu besuchen, um meine Kenntnisse zu erweitern. Um damit das Maximum an Möglichkeiten für das Unternehmen aus mir rausholen zu können. Zum anderen habe ich durch die Arbeit hier die Hoffnung, dass es in meinem Leben auch eine Verbesserung geben wird, wieder erlangt. Nächstes Jahr wird der Führerschein endlich in Angriff genommen und ich habe zum ersten Mal auch wirklich das Gefühl, dass die Möglichkeit, ein sicheres Auto für mich und meinen Sohn zu haben, ja doch nicht erst im nächsten Leben eintreten wird. Die Mitarbeiterkonditionen der Firma machen das für mich bisher Unmögliche möglich. Wenn es denn mit einer Festanstellung klappen sollte, denn nach wie vor bin ich externe Mitarbeiterin. Ob sich der Traum von der festen Mitarbeiterin erfüllen wird, wird die Zukunft zeigen.

Da es noch so viel mehr zu erzählen gibt, was sicher auch noch viele andere bewegt, berichte ich hier in Kürze weiter aus dem Leben einer Alleinerziehenden und dem Stern.


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