„Jugend forscht“: Sonderpreis und viel gelernt

Jedes Jahr findet der „Jugend forscht“-Wettbewerb statt, bei dem das Werk Mannheim seit fast 20 Jahren erfolgreich vertreten ist. Bei „Jugend forscht“ geht es darum, dass Azubis (aber auch alle anderen Jugendlichen) bis 21 Jahre ihre Ideen in den verschiedenen Fachgebieten einbringen. Er ist der größte europäische Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik. Anmelden kann man sich in einem der sieben Fachgebiete (Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/ Informatik, Physik, Technik).

“Jugend forscht”-Symbol

Im Mercedes-Benz Werk Mannheim werden Probleme und Anregungen aus den verschiedenen Abteilungen gesammelt und dem Ausbildungsmeister vorgelegt. Nicht aus jedem Auftrag kann man jedoch ein Projekt entwickeln. Daher wählt der Ausbildungsmeister passende Aufträge und gibt diese an geeignete Auszubildende weiter. Ein oder mehrere Azubis aus dem 3. Lehrjahr unterstützen mindestens einen Azubi aus dem 2. Lehrjahr und geben somit auch ihr Wissen weiter. Durch dieses Prinzip profitiert jedes Jahr der „Neue“ vom Vorgänger. Der Ausbildungsmeister überträgt diesen Gruppen jeweils einen der Produktionsaufträge, um daraus eine „Jugend forscht“-Arbeit zu entwickeln, für die die Azubis selbst verantwortlich sind.

Im September 2007 schlossen wir uns in insgesamt vier einzelnen Projektgruppen zusammen um aus einem Produktionsauftrag ein „Jugend forscht“-Projekt zu erarbeiten. Das Projekt in unserer Gruppe hatte das Thema „Abpressbecken für Motoren zur Dichtheitsprüfung“ und kam aus dem Arbeitsbereich für Schadensanalyse.
Zuerst suchten wir im Internet und Fachkatalogen nach Problemlösungen. Weiterhin besprachen wir mit den Mitarbeitern der zuständigen Abteilung die einzelnen Details, wie zum Beispiel die Größe des Beckens, das gewünschte Zubehör und die Anforderungen an das Becken im Allgemeinen.

Nachdem das Wesentliche geklärt war, begannen wir mit der Bauphase. Wir berechneten und bestellten das Material, schnitten es zu und verarbeiteten es. Als dann das Becken in seiner von der Abteilung gewünschten Form gefertigt war, begannen wir damit, unsere eigenen Ideen einzubringen und zu konstruieren. Beispielsweise brachten wir eine Unterwasserbeleuchtung an, um aufsteigende Luftblasen besser erkennen zu können.

Unterwasserbeleuchtung im Becken Motorblock wird untergetaucht Die Azubi-Gruppe aus Mannheim

Zusätzlich konstruierten wir einen horizontal über das Becken verlaufenden Rollladen als Deckel und große Schubladen, in denen Arbeitswerkzeug und die Dichtungen für den großen Motorblock untergebracht werden können.
Am 14. und 15. Februar fand der regionale „Jugend forscht“-Wettbewerb statt, bei dem wir das fertige Abpressbecken den Juroren präsentierten.

Wir erhielten den „Sonderpreis für Umwelttechnik und Naturschutz“, da durch die spezielle Entsorgung des durch den Motorblock verschmutzten Wassers die Umwelt nicht geschädigt wird. Der erste Preis in der Kategorie „Arbeitswelt“ ging an den Standort Mannheim für einen von Bernhard Lorenz und Simon Schreck gefertigten Nacharbeiterwagen.
Auf dem Bild sind alle Teilnehmer vom Mercedes-Benz Werk Mannheim abgebildet, in der Mitte ist das Siegerobjekt zu sehen.

Die Teilnahme an „Jugend forscht“ hat viel Spaß gemacht und uns alle begeistert. Ebenso hat es uns für das zukünftige Arbeitsleben motiviert. Durch das selbständige Arbeiten haben wir viel gelernt und freuen uns, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein. Ich finde, die Möglichkeit zur Teilnahme an „Jugend forscht“ sollte jeder Arbeitgeber seinen Azubis bieten, da beide Seiten nur davon profitieren können.

Tim Schäfer, Azubi zum Fertigungsmechaniker im 2. Lehrjahr bei der EvoBus GmbH in Mannheim, Fachrichtung Karosseriebau.


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