Ausgebildet, ab nach Schweden

Als ich 2004 meine Schulausbildung abgeschlossen hatte, fasste ich den Entschluss, dass ich eine Ausbildung im Technischen Bereich machen möchte. Gesagt, getan – ich bewarb mich deutschlandweit als Mechatronikerin. Hierbei musste ich die Voraussetzungen wie Realschulabschluss, großes Interesse für die Fahrzeugtechnik, dauerhafte Lernbereitschaft und handwerkliches Geschick erfüllen. Für mich hörte sich die Ausbildung bei Evo Bus in Ulm/Neu-Ulm sehr interessant an, da man in viele verschiedene Bereiche der Firma sowie deren Arbeitsfelder einen Einblick bekommt.

In den 3,5 Jahren Ausbildungszeit wurde ich in unterschiedlichen Bereichen des Service-Centers, der Montage Ulm sowie Mannheim, im Schulungsbereich, Musterbau, Versuch, der Lehrwerkstatt und vielen weiteren eingesetzt.
Die theoretischen Inhalte der Ausbildung, eignete ich mir hauptsächlich in der Berufsschule an, hier wurden auch alle Grundlagen der Ausbildung gelegt. Ich lernte Feilen, Bohren, Schweißen, Löten, elektrische sowie mechanische Grundlagen, Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Kraftfahrzeugen, Bauteilen, Baugruppen und Systemen und vieles mehr.

Anna-Lena Wießner im BusNach meiner erfolgreichen Ausbildung als Nfz-Mechatronikerin stand ich vor der Entscheidung über meine weitere Zukunft: Eine Stelle in Deutschland annehmen, oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Mit diesen und anderen Fragen dieser Art ging ich im August 2007 zu den internen Stellenausschreibungen am schwarzen Brett. Nach einigem Nachdenken stand für mich fest, dass ich gerne ein Auslandsangebot in Schweden annehmen würde, dabei war für mich vor allem ausschlaggebend, Unbekanntes zu entdecken, neue Erfahrungen im Ausland zu sammeln, die berufliche und persönliche Weiterbildung sowie das faszinierende Land Schweden.

Aber es gab noch einiges zu klären, und bevor ich mich endgültig entschied, wollte ich mich natürlich vor Ort über die Gegebenheiten kundig machen. Mitte November flog ich (mit der Kostenübernahme der Ulmer und der schwedischen Evo Bus) nach Stockholm ins dortige Servicecenter. Dort fand ich ein relativ kleines Service-Center, sehr freundliche, aufgeschlossene Kollegen, sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre vor. Dies gefiel mir gut und ich fühlte mich deshalb sofort wohl. Als ich zurückkam, stand mein Entschluss fest. Dort habe ich die Möglichkeit, ohne vorherige Berufserfahrung direkt einzusteigen.

Ich werde in diesen Tagen mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag als Mechatronikerin im Bereich Service nach Schweden gehen, wenn es auch nicht so gut bezahlt wird wie in einem vergleichbaren deutschen Arbeitsplatz. Aber für die sicherlich zahlreichen neuen Erfahrungen sowie die berufliche Weiterentwicklung nehme ich das gerne in Kauf – danach kann ich meine dort erworbenen Berufserfahrungen auch in Deutschland einsetzen. Um den sozialen und menschlichen Einstieg zu erleichtern belege ich zurzeit bereits einen Sprachkurs. Denn auch wenn im schwedischen Service-Center die meisten Mitarbeiter gut Englisch sprechen, sind Kenntnisse der Landessprache notwendig.

Ich danke allen, die mich bei den Vorbereitungen unterstützten, bei Fragen und Problemen immer hilfreich zur Seite standen, ganz besonders einigen erfahrenen Kollegen sowie meinen Vorgesetzten. Demnächst werde ich euch an dieser Stelle wieder Bericht erstatten – aus Stockholm.


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