Frühling in Genf

Etwas stressig war es schon, morgens um 4.30 Uhr aufstehen, zum Flughafen, Abflug 6.00 Uhr. Günstigerweise habe ich nur 15 Minuten Fahrzeit von zu Hause. Leider kein Direktflug, zum Genfer Automobilsalon sind die meisten Flüge lange vorher ausgebucht. Aber mit der Ankunft um 8.30 Uhr in Genf bleibt den Tag über genügend Zeit – zumal das Messegelände unmittelbar neben dem Flughafen und mit 5 Minuten Fußmarsch erreichbar ist. Als Mitarbeiter im Kommunikationsbereich war ich schon auf einigen Automobil-Messen – die IAA in Frankfurt eingeschlossen.

Für mich ist allerdings Genf die kompakteste und übersichtlichste Gelegenheit, sich einen Eindruck über die Neuigkeiten, Trends und Themen im automobilen Bereich zu verschaffen. Es sind fast alle Hersteller vertreten, 2008 waren es mehr als 80, darunter auch erstmalig BYD aus China. Und das in nur vier großen und zwei kleineren Hallen auf einer Gesamtfläche von gerade einmal 500m x 200m. Die Kilometerleistung hält sich also in Grenzen!

Was fiel mir auf ?

Genf 2008 - ÜberblickNachdem auf den Automobilausstellungen im vergangenen Jahr Umwelt- und Klimathemen deutlich im Vordergrund standen, war beim Genfer Autosalon spürbar : Spritverbrauch und CO2-Ausstoß sind zwar nach wie ein zentrales Thema und fast jeder Hersteller zeigte serienreife und -nahe Lösungen. Doch Fahrkultur und Fahrspaß sind (wieder) genauso entscheidende Merkmale für aktuelle und zukünftige Modellgenerationen und werden gleichermaßen positiv herausgestellt. Für mich ein Zeichen dafür, dass bei den Automobilherstellern die CO2-Herausforderung fast schon Tagesgeschäft ist. Daran wird intensiv gearbeitet, aber das ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Ein weiterer Trend fiel mir auf: kleine Fahrzeuge mit hohem Kundennutzen und viel Liebe zum Detail, zugeschnitten auf den Verkehr in den Städten und im Nahbereich. Als Antriebe dienen verbrauchs- und abgasarme Verbrennungsmotoren. Es wurden aber auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge mit einer Reichweite bis zu 200 Kilometer gezeigt – aufladbar an der Steckdose zu Hause.

Ein kleiner Überblick über alternative Antriebe und über Kleinwagen auf Slideshare.

Meine erste Anlaufstelle war natürlich Mercedes-Benz. Einige Kollegen begrüßen, denen der Messestress anzumerken war, aber auch der Spaß an den Kontakten mit den Besuchern. Der Stand gefiel mir, sachlich schön, die Fahrzeuge standen im Vordergrund. In direkter Nachbarschaft zum Mercedes-Stand BMW mit einem gut gemachten und übersichtlichen Ausstellungsbereich, unter anderem mit der Präsentation des X6 und des M3 Cabrios. Die Linie „mehr Technik und Fahrzeuge – weniger Show“ verfolgten auch die meisten anderen Hersteller.

Auf die ausgestellten Fahrzeuge möchte ich jedoch nicht eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Ich verweise auf die Print- und Online Darstellungen der Hersteller und Autozeitschriften. Ein kurzer Rundgang durch den Sportwagenbereich, der in Genf traditionell gut vertreten ist, musste natürlich aber auch noch sein. Neben den bekannten Herstellern wie zum Beispiel Ferrari oder Lamborghini waren auch viele kleine Sportwagenschmieden vertreten – viel Handarbeit, viel Karbon, zusammengefügt zu Traumautos. Leider finanziell außer Reichweite.

Einen kleinen Überblick über Sportwagen.

Und wer genauso gern taucht wie fährt: Der Schweizer Tuner Franz Rinderknecht zeigte mit dem Rinspeed sQuba eine Sportwagenstudie, die dank Jetantrieben auch 10m tief tauchen kann. Meine Erwartung wurde voll bestätigt: Ein kompakter Überblick über Serienfahrzeuge und Neuentwicklungen, über Trends und Themen im Automobilsektor zu Beginn des Autojahres.

Roland Hunger, interne Kommunikation Forschung und Entwicklung


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