Als BA-Student in Kanada

Als BA-Student bei Daimler lerne ich alle drei Monate eine vollkommen neue Welt im Konzern kennen. Nach den Klausuren eines jeden Semesters heisst es fuer mich, dem Vorlesungsalltag zu entfliehen und im naechsten Praxiseinsatz wieder eine andere Abteilung kennen zu lernen. Dazu gehoeren natuerlich nicht nur die Aufgaben, Methoden und Taetigkeiten, die unterschiedlichster Art sind, sondern auch vollkommen andere, unbekannte Menschen, mit denen ich das naechste Vierteljahr zusammenarbeiten werde.

Besonders grosse Unterschiede erwartet man sicherlich, wenn das Praktikum abseits des schwaebischen Raumes stattfindet und zusaetzlich sogar ausserhalb Deutschlands.
So hat es mich jetzt nach Toronto verschlagen, wo ich seit 3 Wochen bei Mercedes-Benz Canada arbeite. Und tatsaechlich ist das Umfeld ein ganz anderes. Natuerlich ist der Standort hier viel kleiner und dadurch auch familiaerer als in der Zentrale in Stuttgart – jeder kennt hier jeden.

Als ich hier rumgefuehrt und vorgestellt wurde, habe ich zum Beispiel von fast allen geheort: „Felix? – Ah: Adler!“. Weil ich schon vor meinem Start allen angekuendigt wurde, wusste jeder gleich ueber mich Bescheid und so war die erste Huerde schon genommen. Hinzu kommt, dass man sich mit Vornamen anspricht, da es den Unterschied zwischen „Du“ und „Sie“ ja nicht so richtig gibt.

Zusaetzlich geht es hier in Toronto erwartungsgemaess sehr multikulturell zu: Europa, Asien, Afrika – alle Kontinente sind vertreten. Man hoert um sich herum nicht nur Deutsch und Englisch. Zur Arbeit: meine Aufgabe ist es, bei dem Aufbau einer Einkaufsabteilung zu helfen; eine wirklich sehr spannende Sache, bei der ich sicherlich viele neue Erfahrungen sammeln kann. Hinzu kommt, dass ich viele Menschen hier im Head Office sowie auch in den Retail Stores, die ueber das ganze Land verteilt sind, kennen lernen werde.

Dabei muss ich mich allerdings immer wieder auf unterschiedliche Zeitzonen einstellen: In Deutschland am besten direkt am Morgen anrufen, da es 6 Stunden vor unserer Zeit ist, die Niederlassungen in Vancouver erreiche ich dann am Wahrscheinlichsten ab 12 Uhr Mittags, dann ist es dort naemlich gerade 9 Uhr.

Was die naechsten Monate auf mich zukommen wird, weiss ich natuerlich noch nicht genau, aber einen herzlichen Empfang hat man mir schon mal bereitet (so wurde ich an meinem ersten Wochenende gleich, sowohl von meinem Betreuer als auch von meinem Vermieter – Sales Trainer bei Mercedes-Benz – und seiner Frau, in deren Basement ich eine kleine Wohnung habe, zum Essen eingeladen).

Wenn ich mich an die angekuendigten bitterkalten Temperaturen (gerade sind es gefuehlte -30°C) und die amerikanischen Tastaturen (sorry fuer die fehlenden Umlaute…) gewoehne, dann bin ich mir sicher, dass ich eine sehr interessante und tolle Zeit haben werde in der ich meine Familie und Freunde zumindest nicht zu sehr vermisse. So freue ich mich auf jeden Fall auf einen spannenden Job mit netten Leuten und auf eine unglaublich interessante Stadt, die doch etwas groesser ist als Stuttgart


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