Winterschlaf der Maschinen

Es ist kurz nach sechs Uhr am 2.1.2008. Mein erster Arbeitstag im neuen Jahr beim Daimler bricht an. Man kommt sich vor als wären die Maschinen im Werksteil Mettingen noch im Winterschlaf. In den Hallen ist es einsam und alles noch schwach beleuchtet. Selbst in meiner Werkstatt ist noch alles ruhig. Da ich der Erste bin, bedeutet das für mich erst einmal alles wieder einzuschalten.

Bereits kurze Zeit später melden sich vereinzelt die ersten Kollegen aus der Produktion, dass mit ihren Maschinen etwas nicht stimmen würde. Die Probleme erstrecken sich über das Nicht-einschalten-können der Maschine, bis auf abgerissene Kabel, welche im alten Jahr beim Reinigen der Maschine versehentlich abgerissen wurden.

Selbst das Öl von den Pressen war so kalt, dass die Maschinen sich nicht starten ließen. Denn über die Feiertage wurden die Maschinen komplett ausgeschaltet um Energie zu sparen. Dies hatte auch zur Folge, dass das Öl nicht beheizt wurde. Und es dauert natürliche einige Zeit bis sich dieses wieder erwärmt. Es können aber auch Fehler auftreten, die man noch nie gesehen hat. Diese dienen dann jedoch meistens zum Schutz der Maschine.
Natürlich durften nicht alle Maschinen ausgeschaltet werden. Besonders die Kritischen, die dauernd laufen müssen. Darunter fällt auch die KTL-Anlage (Kathodische Tauchlackierung). Diese beschichtet unsere Vorder-, Hinterachsen und andere Bauteile vollständige mit einem Lack. Dadurch wird ein optimaler Korrosionsschutz erreicht.
Gerade in diesem Bereich dürfen die Lackpumpen nie still stehen, da sonst sofort die Leitungen verstopfen würden. Die Pumpen in den Vorbecken der Anlage müssen ebenfalls laufen. Aber auch hier gab es zum Glück keine Störfälle.

Da die Produktion aber noch nicht mit voller Kapazität läuft, sind die Maschinenstörungen in der ersten Woche noch nicht sehr schlimm. Anders sieht es dann in der zweiten Woche aus, wenn auf einhundert Prozent Auslastung der Maschinen gefahren wird. Deswegen werden die Anlagen in der ersten Woche schon teilweise hochgefahren bzw. eingeschaltet damit es dann bei Produktionsbeginn zu keinen größeren Problemen kommt.
Und genau so war es dann am kommenden Montag. Durch die gute Vorarbeit der Kollegen aus der Produktion konnten wir am ersten Produktionstag ohne größere Probleme loslegen.

Abgesehen von kleinen Störungen die ganz normal sind an so einem Tag, sind wir erfolgreich in ein neues Jahr gestartet.


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