Silberpfeil-Premiere aus Mitarbeitersicht

Irgendwie war alles anders im Mercedes-Benz-Museum, das spürte ich bereits als ich gegen Mittag ankam. Eine ganz besondere Aura schwebte über dem Museum, an diesem Tag, an dem zum ersten Mal in Stuttgart das neue Formel 1-Auto von McLaren-Mercedes präsentiert wurde.

Und es war nicht irgendein Tag, es war der 7. Januar 2008, der 23. Geburtstag von Lewis Hamilton. Sein Geburtstagsgeschenk: Der nagelneue McLaren-Mercedes MP4-23, der zudem passend die Nummer 23 trägt. Natürlich war neben dem Boliden der Superstar des Tages der Senkrechtstarter Lewis Hamilton.

Aber dies hier war auch der Tag der Mitarbeiter, von Distanz zu den Stars war nichts zu spüren, das merkte ich gleich als ich wie gewohnt über den Mitarbeitereingang ins Museum ging:
Der erste, der mir über den Weg lief, war Heikki Kovalainen. Er hatte auch ein Anliegen – er suchte den Weg zur Toilette. Gerne half ich ihm weiter! Es schien die normalste Sache der Welt zu sein, die Fahrer zu treffen.

Besucherandrang vor dem Mercedes-Benz Museum Einlass durch die Drehtür

Auch die Mitarbeiter, die bei Wind und Wetter vor dem Museum warteten, um live dabei zu sein, spürten die einmalige Chance, die Rennfahrer einmal hautnah zu erleben.

So wie beispielsweise die beiden italienischen Kollegen aus der BLUETEC-Entwicklung, die sich auch nicht von einer langen Wartezeit und stürmischem Wetter abschrecken ließen. Oder auch Mitarbeiter aus der Verfahrensentwicklung, die einmal das, was sonst im Fernsehen immer so toll aussieht, ohne die Mattscheibe dazwischen erleben wollten.

Die Rennfahrer und die PresseNach einer guten Stunde war Einlass, die Mitarbeiter strömten nach oben und sofort waren die Ränge rund um das Atrium, wo der „Carwalk“ aufgebaut war, gesäumt. Den schönen Oldtimern, den eigentlichen Hauptdarstellern des Mercedes-Benz-Museums, wurde heute ausnahmsweise der Rücken zugekehrt.

Und nach kurzen Reden von Ron Dennis und Dieter Zetsche war es dann soweit, der Vorhang ging auf und nur wenige Meter von uns entfernt rollte der MP4-23 erstmals ans Licht – in das Blitzlichtgewitter der Fotografen hinein. Und gleich danach diejenigen, die den Führerschein für dieses Auto haben: Gary Paffet, Pedro de la Rosa, Heikki Kovalainen und natürlich Geburtstagskind Lewis Hamilton, dem gleich die Journalisten ein Geburtstagsständchen sangen – irgendwie war die sonst so exklusive Atmosphäre in der Formel 1 heute sehr familiär.

Folmer Larsen: Mercedes-Benz Clubpräsident Dänemark

Lewis Hamilton selbst wollte allerdings nicht so recht an sein Geburtstagsgeschenk glauben, er sagte, er habe noch keine Besitzurkunde auf seinen Namen für das Auto gesehen, aber das könne ja noch im Lauf des Tages kommen.

Allein musste Lewis übrigens nicht feiern, sein Vater war wie immer mit dabei. Ich durfte ihn auch fragen, wie er das Museum fände. Die Antwort: „Fantastic!“

Am Ende gab es noch eine nette Begegnung mit dem Mercedes-Benz Club-Präsidenten Folmer Larsen aus Dänemark, der stolz seine Tasche mit den Unterschriften von Heikki und Lewis zeigte. Über 1000 km hatte er heute trotz Glatteis in Norddeutschland zurückgelegt. Aber: „Jeder Kilometer war es wert!“, so Larsen.


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