Weihnachten im Schuhkarton

Mein Name ist Rüdiger Diehl, ich bin im LKW Kundendienst im Werk Wörth beschäftigt.

Vor einigen Wochen bin ich auf die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ aufmerksam geworden. Hier werden Schuhkartons mit kleinen Geschenken und Dingen des täglichen Lebens für notleidende Kinder gesammelt. Die DaimlerChrysler Bank beteiligt sich zum zweiten Mal an der Initiative des Berliner Vereins „Geschenke der Hoffnung„. Im vergangenen Jahr gingen die Päckchen nach Südafrika. Dieses Jahr haben die Mitarbeiter der Bank fast 600 Kartons für arme Kinder in Osteuropa gepackt.

Eine Freundin erzählte mir von jemandem, der diese Pakete vor Ort verteilt hatte und mehr als beeindruckt war. Ich dachte: „LKW fahren kann ich, vielleicht brauchen die ja noch jemanden“ und hab eine Mail an die Organisatoren (Geschenke der Hoffnung e. V.) geschrieben. Kurz darauf erhielt ich die Antwort, dass ich gerne Versandkartons von Sammelstellen einsammeln und zu einem Regionalager fahren könne.

Ich hatte ja mehr an Fernverkehr gedacht und fragte telefonisch nach. Ja, es würden auch noch Fahrer für eine längere Strecke gesucht, z.B. 4 Wochen nach Kasachstan. Okay, wie war das mit dem Einsammeln? Ich habe mich dann doch schnell für das Einsammeln der Versandkartons entschieden. Auf Nachfrage bei unserer Werkleitung wurde mir ein Verteiler-LKW (Mercedes-Benz Atego 1223) zur Verfügung gestellt.

Mercedes-Benz Atego 1223Dieser war mit der Aufschrift „DANKE“ und „Ein Stern der deinen Namen trägt“ beim letzten Familientag im Werk Wörth von vielen Mitarbeitern und deren Familien mit ihrem Namen beschriftet worden, so dass er super geeignet war für eine solche Sammelaktion, zumal er auch noch eine Ladebordwand hat.

Nun noch eben mal die Tour geplant. Mir waren 8 Sammelstellen genannt worden mit insgesamt rund 700 Versandkartons. Das entspricht ca. 7000 Schuhkartons. Es hört sich ziemlich einfach an, habe ich auch gedacht. Wenn man dann aber die maximal mögliche Beladung mit rund 350 Kartons, die kürzeste Strecke und dann auch noch die Erreichbarkeit der Sammelstellenleiter beachten muss, wird’s schon ein bisschen schwieriger. Nach vielen Telefonaten hatte ich dann aber eine einigermaßen sinnvolle Tour zusammengestellt. Meine Frau Petra war schnell überredet mitzufahren. Unsere zwei Kinder wurden nach der Schule/Kindergarten für den Rest des Tages bei Freunden und Nachbarn untergebracht.

Donnerstagmorgen ging’s dann los. Zuerst noch unseren Jüngsten bis zum Kindergarten mitgenommen und dann zur ersten Sammelstelle. Dort sollten uns 130 Kartons erwarten. Tatsächlich waren’s aber über 240! Also der LKW war schon fast voll und meine schöne Tourplanung über’n Haufen. An der Sammelstelle hatten die alles schön auf Paletten stehen, so dass wir diese bequem mit der Ladebühne heben konnten. Da wir unsererseits jedoch keine Paletten zum Tauschen hatten (hab‘ ich nicht dran gedacht und hatte auch keiner drauf hingewiesen) musste alles von den Paletten runter und im LKW gestapelt werden. Da war uns dann schnell warm.

Atego-Ladefläche und “Ameise”

Bei der Anfahrt zur nächsten Sammelstelle hat Petra dann die Tour neu geplant und wieder alle informiert. Nächste Sammelstelle, Ettlingen, Altstadt. War ganz schön eng, hat aber dann auch gut geklappt. Die Leute vor Ort waren sehr nett und haben – wie bei allen Sammelstationen -tatkräftig mitgeholfen die Kartons zu verladen. Nachdem wir weitere 2 Stationen angefahren hatten, war der Laster voll und ab ging’s in die Nähe von Calw, zum Regionallager. Dort waren eine Menge rüstiger Rentner, die gerade einen Sattelzug für Albanien beladen haben. Anschließend wurde unser LKW entladen. Übrigens alles wieder auf Paletten gestellt und per „Ameise“ ins Lager gerollt. Auf dem Rückweg haben wir dann den LKW wieder halb voll beladen, bevor wir so gegen 19:00 Uhr wieder zu Hause waren.

Felix stolz wie Oskar

Am nächsten Tag habe ich dann unseren jüngsten Sohn Felix mit auf Tour genommen, der natürlich „stolz wie Oskar“ im LKW saß und sich viel Mühe gemacht hat beim Beladen zu helfen. Gegen Mittag war der LKW wieder voll beladen im Regionallager, diesmal waren allerdings kaum Helfer da, die aber dafür umso motivierter angepackt haben.

Zusammengefasst waren es zwei wirklich schöne Tage und ich kann nur jedem empfehlen sich mal bei einer solchen Aktion zu betätigen. Wir haben so viele nette Leute getroffen, so dass es auch uns sehr viel Spaß gemacht hat mitzuhelfen. Wir hoffen wir konnten einen kleinen Beitrag leisten.

Ach ja, zur Zeit werden noch einige Fahrer gesucht, die z. B. leere Sattelzüge von Berlin über’s Emsland nach Wien fahren. Hätte vielleicht einer von euch Lust, nächste Woche Freitag von Karlsruhe nach Wien zu fahren (und von dort mit dem Zug zurück)? Vielleicht finden wir ja auf diesem Weg noch einige Helfer, meldet euch doch einfach bei info@Geschenke-der-Hoffnung.org

Wir sind im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei!


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