The Doors, der Mac und das neue Daimler-Webdesign

Mein Name ist Gerald Starke. Ich arbeite seit 2001 in der Abteilung Web Communications in der Konzernzentrale. Meine Themen sind Web- und Multimedia-Design, Styleguides für die Daimler Internet-Medien (ja auch für das Blog!) und einige Sonderthemen, wie beispielsweise Barrierefreiheit. Im Übrigen überzeugter Macianer, der sich auch zuhause auf kein anderes Betriebssystem verlässt. Die Umstellung des Designs fand unmittelbar nach der Umbenennung in Daimler statt.

Alle Daimler Webbies (intern von manchen Kollegen auch „Raketenforscher“ genannt) hatten intensiv am ganzen Projekt mitgearbeitet und die Umstellung selbst verlief reibungslos. Umgestellt wurden die Internetseite, die Media Site, das Layout des Daimler-Blogs, auch wenn der / das Blog erst am 16. Oktober online ging, das Mitarbeiter-Portal und die wichtigsten Seiten des Intranets.

Daimler-Websites

Dazu war entsprechend Vorbereitungszeit nötig, und diese war wie üblich knapp. Zuerst mussten ja die finalen Farben und das neue Unternehmenszeichen erarbeitet werden. Die Palette der Unternehmensfarben sollte sich dann mit dem neuen Design von 12 auf 4 Leitfarben reduzieren, entsprechend habe ich im Vorfeld einige Design-Studien des neuen Web-Designs angefertigt, in der Hoffnung, dass die außerordentliche Hauptversammlung der Namensänderung in Daimler zustimmen wird. Schon in den Vorüberlegungen wurde klar, dass wir uns auf zwei bis drei Hauptfarben konzentrieren würden und damit eine Designsprache gefunden werden muss, die sich auf das Wesentliche beschränkt.

Layout-Skizze

In der ersten Entwicklungsphase wurden die grundsätzlichen Layoutvariationen durchgetestet und die Rastermaße auf den Prüfstein gestellt. Konsequenzen daraus waren beispielsweise:

• Vergrößerung der Nettoinhaltsbreite auf 860 Pixel, damit die mittlere Spalte auf der www.daimler.com mehr Platz für Texte und Bilder bietet.

• Das Festhalten an der linken Hauptnavigation, damit auch künftig flexibel auf neue Themen reagiert werden kann.

• Nutzung von Weiß als Grundfarbe für alle Daimler-Websites, da dies eine der Leitfarben sein wird.

• Hinzu kam dann die Entscheidung, „Noble Gray“ als Schriftfarbe zu verwenden, um den extremen Kontrast von schwarz und weiß im Textbereich zu vermeiden.

• Und der bewusste Verzicht auf viele grafische Spielereien, damit sich die Besucher problemlos auf die Inhalte konzentrieren können.

Die Neugestaltung der Online-Auftritte hat sich positiv bemerkbar gemacht. Das Erscheinungsbild aller Sites ist eindeutig homogener geworden; Daimler präsentiert sich jetzt mit einem klaren, vornehm dezenten Web-Design. Eine Konzentration auf die Inhalte ist gegeben und die Eigenständigkeit in der Gestaltung ist auch mit minimalistischer Gestaltung gewährleistet. Ich hoffe, das sehen Sie auch so?

Erwähnen muss ich hier allerdings, dass nicht unser Blog die führende Seite bei der Entwicklung des Designs war (wie an anderer Stelle angemerkt, ist damit auch nicht WordPress die Basis unseres Site-Designs :-) , sondern eindeutig die www.daimler.com.

Die ersten Entwürfe entstanden auf klassischem Weg mit Photoshop und Illustrator, und die weiteren Phasen fanden dann mit Dreamweaver und CSSEdit statt. Ein weiteres wesentliches Hilfsmittel (oder ist Musik doch eine Art von Droge und somit kein Hilfsmittel?) zur Gestaltung war die Musik aus meiner iTunes-Bibliothek. Unter einigen anderen die Doors (erst seit kurzem in meiner Musiksammlung), deren Orgel dann auch in der heißen Phase der Umsetzung häufig über den Gang waberte und dabei doch ein paar Kollegen „nervte“, die mir inzwischen glücklicherweise verziehen haben.

Wichtig für eine problemlose Umstellung des Designs unserer Website war die Nutzung von CSS-Layouts, so dass „nur“ die CSS-Dateien und Grafiken in der Stunde Null ausgetauscht werden mussten. Deshalb wurde auch einige Tage vor dem 4.10.2007 die damalige www.daimlerchrysler.com auf komplettes CSS-Layout umgestellt (was wir ohnehin vorhatten), damit nicht zahlreiche Seiten zur Umstellung selbst zeitaufwändig nachgearbeitet werden mussten. Auf diesem Weg wurden die Probleme durch meine Kollegen schon im Vorfeld beseitigt, da sie schon eine ganze Reihe von Seiten „angefasst“ hatten.

Es weiteres wichtiges Projekt wird sicher das Thema Barrierefreiheit sein, mit dem wir uns 2008 auseinandersetzen werden.

Ein letzter Punkt zum Abschluss. Wir haben bewusst auf Schwarz als Schriftfarbe verzichtet, weil wir, wie schon oben beschrieben, den Kontrast von schwarzer Schrift auf weißem Untergrund für zu extrem halten. Außerdem macht ein Grauton für die Schrift einen „edleren“ Eindruck. – Wie sehen Sie dies denn? Ich freue mich auf interessante und qualifizierte Beiträge zu dieser Frage!


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