Nach dem Bericht ist vor dem Bericht

Mein Name ist Matthias Steybe. Ich verantworte in der Daimler Kommunikation den „360 GRAD“-Nachhaltigkeitsbericht. Der Bericht erscheint jährlich mit einem Reportage-MAGAZIN und einem FAKTEN-Bericht und richtet sich an die interessierte Öffentlichkeit, Daimler-MitarbeiterInnen sowie spezielle Zielgruppen wie NGO`s, Rating-Agenturen, und Vertreter aus Politik und Medien. Das Thema Nachhaltigkeit hat seit Ende letzten Jahres eine ungeahnte Wahrnehmung erfahren.

Der Stern-Report über die Kosten des Klimawandels, der Klimaschutzbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die weltweiten „Life Earth“ Konzerte im vergangenen Juli sowie die Auszeichnung von Al Gore mit dem Friedensnobelpreis für seine Bemühungen zu diesem Thema vor wenigen Tagen haben vielen Menschen das Thema der nachhaltigen Entwicklung näher gebracht als es je der Fall war.

Als „Nachhaltigkeitsbericht-Macher“ bei Daimler verfolgen wir die Diskussionen und Meinungen hierzu sehr genau. Im Juli haben wir im Rahmen des „Life Earth“ Konzert in London unseren Nachhaltigkeitsbericht 2007 vorgestellt – rund 100 internationale Journalisten und Fotografen haben bei der Pressekonferenz sehr genau nachgefragt, was Daimler unter „nachhaltiger Mobilität“ für mehr Klimaschutz versteht und was für Initiativen im Unternehmen hierzu auf den Weg gebracht wurden.

Für uns „Berichtmacher“ sind dies genau die Themen, die wir für unser Reportage-Magazin, den Fakten-Bericht mit dem Titel „360 GRAD“ sowie für die Daimler-Website auswählen. Der Titel „360 GRAD“ steht hier für einen „Rundumblick“, den es bei diesem Thema bedarf, um alle drei Dimensionen des nachhaltigen Wirtschaften zu berücksichtigen: Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Nach dem Bericht bedeut hier für uns immer vor dem Bericht: Im Moment bereiten wir schon den neuen Bericht für das Jahr 2008 vor. Wir definieren Themen, bereiten den Datenabruf in den Werken vor, und arbeiten am Konzept – mit welchem Titel wird der Bericht wohl im kommenden Jahr erscheinen?

Der Daimler Nachhaltigkeitsbericht ist hierbei „Spiegel“ und „Diskussionsforum“ zugleich für uns: Denn im „360 GRAD – MAGAZIN zur Nachhaltigkeit“ berichten nicht interne Redakteure sondern externe Journalisten und Fotografen aus der ganzen Welt über die Maßnahmen, die Daimler ergriffen hat. Im Bericht „360 GRAD – FAKTEN zur Nachhaltigkeit“ bündeln wir zudem alle relevanten Zahlen, Daten und Fakten, die für eine transparente Berichterstattung zum Thema notwendig sind. Hierbei orientieren wir uns an den „Guidelines der Global Reporting Initiative“ (GRI), die weltweite Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung definiert hat.

Nachhaltigkeit bedarf hierbei eines Blicks auf das „Ganze“: sowohl bei der praktischen Umsetzung der verschiedenen Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität – als auch bei der Berichterstattung zum Themenkomplex: Wenn Umwelt, Soziales und Wirtschaftlichkeit in die bestmögliche Balance gebracht werden sollen, geht das nicht ohne Diskussionen: Je mehr Meinungen gehört und erwogen werden, desto besser wird das Ergebnis.

Story behind the Story

Anpfiff nach der Spätschicht: Um Mitternacht treffen sich 20 Arbeiter zum Kicken. Und auch so manche „Story behind the Story“ wurde von den Journalisten und Fotografen, die für den Bericht unterwegs waren in aller Welt, im Nachgang erzählt: So etwa von Fotograf Lukas Coch von der Reportage-Agentur „zs“: Für den Nachhaltigkeitsbericht fotografierte er im Mercedes-Benz-Werk São Bernardo do Campo in Brasilien – und neben der Produktion im Werk erlebten er und Journalist Toni Keppeler brasilianisches Lebensgefühl: Jeden Freitag um Mitternacht gehen die Daimler-Mitarbeiter nämlich nach der Spätschicht eine Runde kicken. Lukas Coch, der die gleiche Schule besucht hat wie sein Namensvetter Lukas Podolski, blieb am Ball. Kaum hatte er seine Fotos im Kasten, stand er selbst auf dem Platz – und zeigte den Brasilianern mit zwei Toren, was ein deutscher Stürmer ist.

Persönliche Geschichte hinter der Geschichte

Und meine eigene „Story behind the Story“ ist hier: Als Nachwuchs-Journalist war ich in 2001 für den damaligen Daimler „Umweltbericht“ in Island unterwegs: Gemeinsam mit Fotograf Christian Lord Otto aus Düsseldorf recherchierte ich im Rahmen einer Konferenz in Reykjavik über Brennstoffzellen-Busse, die mit Wasserstoff betrieben werden. Zwischenzeitlich sind zwölf Busse mit Brennstoffzellenantrieb in europäischen Metropolen unterwegs. Und ich arbeite heute in Stuttgart-Untertürkheim und bereite den neuen Daimler Nachhaltigkeitsbericht für das kommende Jahr vor.


Wie bewerten Sie diesen Artikel?
No votes yet.
Bitte warten...

Tags:

drucken

Wollen Sie wirklich das Internet ausdrucken?

Sparen Sie Papier und schonen Sie die Umwelt! Nutzen Sie die Funktionen zum Bookmarking oder zur E-Mail-Weiterleitung.

Ihre Daimler AG

Erst wenn Sie klicken, wird die Schaltfläche aktiv und stellt eine direkte Verbindung mit dem jeweiligen sozialen Netzwerk her. Hierdurch werden Daten an das jeweilige soziale Netzwerk übertragen. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzhinweise.

Lesen Sie mehr über das Blog.

Letzte Kommentare

  1. Die neue B-Klasse: Sportlich, praktisch, großzügig

    Demetrios Reisner: Lieber Herr Barth, vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Sitzhöhe der neuen...

  2. Driven by EQ: Was können unsere elektrifizierten Alternativen?

    Robert Raffel: "Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Portfolio elektrifiziert sein" - ist etwas irreführend,...

  3. Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé: Familien-Liebling und Rennstrecken-Biest

    Nico: Wie es meine Vorredner bereits geschrieben haben, finde ich den GT als...

  4. Driven by EQ: Was können unsere elektrifizierten Alternativen?

    Detlef Perkuhn: Insgesamt ist der Beitrag gut gemacht. Was mir fehlt, ist der Hinweis...

  5. Die neue B-Klasse: Sportlich, praktisch, großzügig

    Wolf-D.Barth: Als Fahrer der aktuellen B-Klasse schätze ich besonders die etwas höhere Sitzposition...